#UKRAINE AKTUELL Nr. 1217 (23.6.25 /23 Uhr)

  • Russisches Kriegsschiff im Ärmelkanal
  • Geheimdienst verhindert 3 Attentate
  • Russische Raketen töteten 11 Zivilisten
  • Serbien liefert Waffen – Kreml ist sauer
  • Ukrainische Gegenoffensive in Sumy
  • Kannibalismus in der Armee Russlands

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ARMEE ESKORTIERT «SCHATTENFLOTTE»

Zum ersten Mal hat ein russisches Kriegsschiff zwei Tanker der sogenannten «Schattenflotte» durch den Ärmelkanal zwischen Grossbritanien und Frankreich begleitet. Die berichtet Mark Douglas, Analyst bei «Starboard Maritime Intelligence Ltd.» mit Sitz in Neuseeland aufgrund von Daten des Automatischen Identifikationssystems (AIS).

Douglas berichtet, dass sich der Zwischenfall am 16.Juni ereignet hat. Beteiligt waren die russische Korvette «Boykiy» (Warship 532) der Steregushchiy-Klasse, der Tanker «SELVA» (auch bekannt als «NOSTOS/NAXOS»), der unter britischen Sanktionen steht, und der Tanker «SIERRA» (Suworovsky Prospekt), der ebenfalls unter britischen und EU-Sanktionen steht.

Die drei Schiffe steuerten russische Häfen an, um illegal Erdöl zu laden, welches sie auf dem Weltmarkt verkaufen und damit den Krieg gegen die Ukraine finanzieren.

Noch während seiner Fahrt änderte der Tanker «SELVA» sein Erkennungssignal. Zuerst gab es sich als panamaisches Schiff aus und danach als Schiff, das unter der Flagge von Palau fährt.

Russland sei nun zur militärischen Begleitung übergegangen, nachdem Estland Schiffe der «Schattenflotte» aufgehalten hatte, schreibt Douglas. Finnlands Verteidigungsminister warnte vor solchen militärischen Eskorten und bezeichnete sie als beispiellos. Laut dem Analysten ist dieser Vorfall ein Test für die Eskalationsbereitschaft und Entschlossenheit der internationalen Gemeinschaft bei der Durchsetzung von Sanktionen. https://theins.ru/news/282379

3 ATTENTATE AUFGEDECKT

Laut Vassyl Maljuk, dem Chef des ukrainischen Inlandgeheimdienstes  – SBU (FOTO: links), gab es zwei Attentatsversuche auf Präsident Volodymyr Zelenskyj – einen am Flughafen Rzeszów in Polen und den anderen in der Nähe des Präsidentenbüros in Kyiv.

  • Polen: Der Plan wurde von einem polnischen Militärveteranen in die Wege geleitet, der vor Jahrzehnten rekrutiert worden war und fest an die sowjetische Ideologie glaubte. Diese Absicht trug er seit vielen Jahren in seinem Herzen. Es wurden mehrere Optionen in Betracht gezogen. Eine davon war eine FPV-Drohne, eine andere ein Scharfschützen-Komplex.
  • Kyiv: Büro des Präsidenten: An dem Anschlag war ein Oberst der ukrainischen Staatsschutzbehörde beteiligt. Der Anschlag wurde direkt im Regierungsviertel vorbereitet. Die Attentäter arbeiteten für den FSB der Russischen Föderation [Geheimdienst Russlands], genauer gesagt für den 5. Dienst.

Der SBU arbeitete fast zwei Jahre lang an diesem Fall. Dabei wurde eine Gruppe aufgedeckt, die nicht nur die Ermordung Zelenskyjs plante, sondern auch Informationen über Kyrylo Budanov, dem Chef des ukrainischen Militärnachrichtendienstes – GUR (FOTO: rechts) und Maljuk selbst sammelte. https://t.me/uaobozrevatel/173758

Ein drittes Attentat war auf den Bruder von Andriy Yermak geplant, dem engsten Mitarbeiter Zelenskys und Chef des Präsidialbüros (siehe «Ukraine Aktuell» Nr.1212 https://ukraineaktuell.com/ukraine-aktuell-nr-1212-18-6-25-12-uhr/ «Die Wichtigkeit von Yermak»).

Beim Attentäter handelte es sich um einen Ingenieur aus Kharkiv, der im Auftrag des russischen Geheimdienstes handelte. Der Täter wollte eine 2,5 Kilogramm schwere Bombe in der Wohnung von Denis Yermak in Kyiv zur Explosion bringen. https://t.me/c/1197363285/167134

ANGRIFF AUF ODESSA UND KYIV

Ein Angriff auf ein Lyzeum in der ukrainischen Stadt Bilhorod-Dnistrowskyj in der Region

Odessa forderte 2 Menschenleben und mindestens 14 Verletzte. Die Russen hatten für den Angriff ballistische Raketen eingesetzt. Ein Teil der Schule wurde weggesprengt. Der Grossteil der Schüler befand sich zum Zeitpunkt des Angriffs nicht im Gebäude. Gestern hatten die jungen Leute ihren Schulabschluss im jetzt zerstörten Gebäude gefeiert. https://t.me/c/1406855303/80619

In der ukrainischen Hauptstadt Kyiv wurden die zivilen Wohnbezirke in Svjatoschyn, Solomjan und Holosijiv angegriffen. Dabei wendeten die Russen eine neue Angriffstechnik an. Zuerst werden die Wohnhäuser mit iranisch-russischen Shahed-Drohnen angegriffen. Wenn die Menschen nach dieser Angriffswelle aus den Schutzräumen kommen, schiessen die Russen Raketen ab. https://t.me/c/1274414965/77652

Bisher ist in Kyiv der Tod von 9 Menschen bestätigt. In den Trümmern eines der zerstörten Häuser wurde die Leiche eines 11-jährigen Mädchens entdeckt.

Eine russische ballistische Rakete traf auch ein fünfstöckiges Gebäude im Bezirk Shevchenko und zerstörte den Eingang des Wohnhauses. Unter den Toten befinden sich das Ehepaar Andriy und Nadiya. Mit ihnen starb auch Nadiyas Vater.

Ihr 16-jähriger Sohn überlebte wie durch ein Wunder – er befand sich zum Zeitpunkt des Angriffs im Haus seiner Grossmutter ausserhalb der Stadt. Nun ist der Junge ohne Familie und Zuhause. https://t.me/c/1274414965/77660

KREML SAUER AUF SERBIEN

Der Pro-Kreml-Blogger «Rybar» (1,25 Millionen Abonnenten auf Telegram) schreibt: «Serbien wurde erneut bei der Belieferung der sogenannten Ukraine ertappt. Der russische Geheimdienst wirft der serbischen Führung vor, die ukrainischen Streitkräfte wissentlich mit Munition zu beliefern. Laut russischen Geheimdiensten steigern serbische Unternehmen des militärisch-industriellen Komplexes trotz des zunehmenden Drucks aus Moskau weiterhin ihre Exporte von Militärprodukten in das ukrainische Konfliktgebiet.»

So werde Munition aus serbischen Rüstungsfabriken in Form kompletter Teilesätze zur Montage an NATO-Länder geliefert. Dort werden sie zusammengebaut, wodurch die ukrainischen Streitkräfte offiziell nicht serbische, sondern westliche Militärprodukte erhalten. Dabei beteiligt seien unter anderem das tschechische Unternehmen «Poličske Stroirní» oder der serbische Rüstungskonzern «Eling» aus Loznica. An dem «Graumarktsystem» sei auch Bulgarien beteiligt.

Die russische Regierung erhöht nun den Druck auf Serbien. «Rybar» schreibt: Das zuständige Ministerium «hat beschlossen, den Druck auf Belgrad zu erhöhen, um die Führung des Landes zu zwingen, die richtige Entscheidung zu treffen.» https://t.me/rybar/71589

Die russische Regierung hat allerdings kein Problem damit, Drohnen und Mittelstreckenwaffen aus dem Iran zu beziehen oder Artillerie-Geschütze, Munition und Söldner aus Nordkorea.

GEGENOFFENSIVE IN SUMY

Der OSINT-Analyst «Visoner» schrieb am Morgen: «Russische Militärkorrespondenten sind in Panik und berichten, dass ukrainische Streitkräfte eine grosse Gegenoffensive in der Region Sumy gestartet haben, mit dem Ziel, die von russischen Truppen besetzten Gebiete vollständig zurückzuerobern.» https://x.com/visionergeo/status/1936876706515873868

Und am Nachmittag schreibt «Visoner»: «Die Streitkräfte der Ukraine führten erfolgreiche Gegenangriffe durch und eroberten zuvor verlorene Stellungen westlich von Kyndratiwka (Region Sumy) zurück.» https://x.com/visionergeo/status/1937164034236924415 Erfolgreich waren die Ukrainer ausserdem in der Nähe des Dorfes Suchyj Jar (Richtung Myrnohrad). https://x.com/visionergeo/status/1937083569232589016

KANNIBALISMUS IN PUTINS ARMEE

Der ukrainische Militärgeheimdienst (GUR) hat ein abgehörtes Telefongespräch veröffentlicht, in dem ein russischer Kommandant erzählt, dass einer seiner Soldaten einen Mitstreiter verspeist hat.

Dem abgehörten Gespräch zufolge tötete ein Soldat mit dem Rufzeichen «Brelok» einen russischen Kameraden namens «Foma», der zuvor als vermisst gemeldet worden war, und verspeiste ihn anschliessend. «Brelok hat ihn ausgeschaltet und zwei Wochen lang gegessen», sagt der Kommandant in der Aufnahme. Später sei auch «Brelok» tot aufgefunden worden.

«Brelok» und «Foma» dienten im 52. separaten Aufklärungsbataillon der 68. motorisierten Schützendivision der russischen Streitkräfte. Die Einheit operiert in Richtung Kupjansk im Gebiet der Dörfer Zapadnoje und Lyman Pershyi in der Ostukraine.

GUR schreibt in seiner Mitteilung: «Kannibalismus ist ein weiterer Beweis für den tiefen moralischen und psychologischen Verfall der russischen Besatzungstruppen, denen jeglicher grundlegende Respekt vor dem menschlichen Leben – nicht einmal vor ihrem eigenen – fehlt.» https://t.me/DIUkraine/6208

Ältere Beiträge nach Monat

#UKRAINE AKTUELL Nr. 1528 (30.4.2026 / 8Uhr)

• Blick in das Drohnen-Hauptquartier
• «Wir übertreffen den Tötungsplan»
• Aktionsradius 1’500–2’000 Kilometer
• Schwere ukrainische Drohnenangriffe
• Attentat auf «Schlächter von Bucha»
• Nur Mini-Parade in St. Petersburg
• US-Botschafterin in Kyiv tritt zurück
• US-Demokrat: «Die Ukraine gewinnt»

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#UKRAINE AKTUELL Nr. 1544 (16.5.2026 / 8Uhr)

• Der Kreml verliert Boden und Krieg
• 7 Millionen Drohnen in einem Jahr
• Ukraine greift Militär & Industrie an
• Russische Drohnen gegen UN-Konvoi
• Gericht gegen Putins Regime kommt
• 410 von 2’000 Gefangenen sind frei
• Ungarn spendet für Kinderheim

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#UKRAINE AKTUELL Nr. 1539 (11.5.2026 / 8Uhr)

• Das Leiden ukrainischer Mütter
• Kämpfe an der Front – Friede in der Luft
• Soldatenparade der Schwäche
• Zelenskyj macht Druck auf Trump
• Kreml stoppt Verhandlungen
• Kasachstan geht eigenen Weg
• EU-Firmen umgehen Sanktionen
• «Deutschland ist mental schwach»
• Zensur will Russen Angst machen

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#UKRAINE AKTUELL Nr. 1530 (2.5.2026 / 8Uhr)

• 9.Mai Nimbus des Kremls zerstört
• Russlands Frontvorstoss gestoppt
• Überforderte russische Luftabwehr
• «5.Generation»-Kampfjets zerstört
• Ukraine verkauft Drohnen&Waffen
• Wirtschaftspleiten in besetzter Zone
• Internet wird unerschwinglich teuer

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#UKRAINE AKTUELL Nr. 1540 (12.5.2026 / 8Uhr)

• Russland greift wieder Städte an
• Ukraine für «Flughafen-Ruhe»
• Lieferabkommen mit Deutschland
• Washingtons erhöht Druck auf Kyiv
• Miserable Frontbilanz Russlands
• Verdacht gegen Zelenskyj-Freund
• Russischer Drohnenbauer in Haft
• Nordkorea profitiert vom Krieg

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#UKRAINE AKTUELL Nr. 1518 (20.4.2026 / 8Uhr)

• Russische Drohnenpiloten gesucht
• Pro-Putin Partei gewinnt in Bulgarien
• «Europäisches Verteidigungsbündnis»
• Ukraine baut auf sich – nicht auf USA
• Minus zwei russische Kriegsschiffe
• Gefährliche Flucht aus besetzter Zone

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