
#UKRAINE AKTUELL Nr. 1541 (13.5.2026 / 8Uhr)
• Putin droht mit mächtigen Raketen
• Beide Seiten greifen wieder an
• Zelenskyjs Freund beteuert Unschuld
• Frankreich und Polen blockieren
• Seltsame Aussagen einer Journalistin
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RAKETEN-STELLUNGEN KAPUTT
In der Gegend von Klintsy in der russischen Region Brjansk, stand bis heute Morgen eine aus 3 Raketenwerfern bestehende Anlage der 26. Russischen Raketenbrigade. Die drei Werfer waren mit je zwei «Iskander»-Raketen bestückt. Eine Anlage wurde zerstört und die anderen «mit grosser Wahrscheinlichkeit» beschädigt. Der Generalstab der ukrainischen Armee schreibt über ihren Schlag, dass die Anlage für Angriffe gegen die Ukraine, «vermutlich gegen Kjv» installiert worden sei. https://www.facebook.com/GeneralStaff.ua/videos/1218536835984840
Iskander-Raketen wurden entwickelt, um strategisch wichtige Objekte (Flugplätze, Hauptquartiere( zu zerstören. Jede Rakete kann 480 Kilogramm Sprengstoff über eine Reichweite von 500 Kilometer transportieren. Durch die Zerstörung und Beschädigung der Anlagen hat Russland viel Geld verloren: Der gesamte Komplex kostet 30 – 40 Millionen US-Dollar und eine einzelne Raketen 1 – 2 Millionen US-Dollar. Moskau verfügt aktuell über mehr als 130 Iskander-Raketen. Monatlich werden etwa 40 bis 50 solcher Raketen produziert. Es ist ausserdem bekannt, dass Russland bis zu 45 Iskander-Raketenwerfer entlang der Grenze zur Ukraine stationiert hat. https://t.me/c/1197363285/165216

ZERBOMBTES STADTGEBÄUDE
Die russischen Angreifer griffen in der Ostukraine das Gebäude der regionalen Staatsverwaltung in Kherson an. Das Gebäude wurde mit zwei Fliegerbomben angegriffen. Der mittlere Teil des Gebäudes wurde komplett zerstört. Das Gebäude stand leer und wurde nicht mehr genutzt.
Weitere Ziele der Angriffe waren in Kherson drei Bildungseinrichtungen, eine medizinische Einrichtung, Verwaltungsgebäude und mindestens fünf Wohnhäuser. Ausserdem wurde nmehrere private Autos zerstört. https://t.me/Crimeanwind/80798
IN ERWARTUNG EINES ANGRIFFS
Zurzeit gibt es eine Vielzahl von Meldungen in den ukrainischen sozialen Medien, die vor einem bevorstehenden Angriff Russlands warnen. Es gibt Informationen, dass die Russische Föderation heute Abend einen „Vergeltungsschlag“ für die Spezialoperation „Spinnen-Netz“ verüben könnte. Das sagte Roman Kostenko, der ukrainische Leiter des parlamentarischen Ausschusses für nationale Sicherheit, Verteidigung und Geheimdienste.
Berichtet wird im Weiteren, dass eine in Kirgistan gestartete Mittelstreckenwaffe von «Typ «Oreshnik» – Putins «Wunderwaffe» – in der Luft explodiert und als Metallregen zu Boden gegangen sei.
Auf russischer Seite gebe es eine hohe Intensität von Sprachfunk in der strategischen Luftwaffe.
Fregatten, welche Raketen vom Typ «Kalibr» abschiessen können, wurden von Noworossijsk ins Schwarzen Meer verlegt.
Gegen 22 Uhr MEZ seien von der besetzten Krim russisch-iranische «Shahed»-Drohnen in Richtung ukrainische Festland gestartet. (Diverse Quellen)

EINSCHÄTZUNG EINES REPORTERS
David Nauer vom Schweizer Fernsehen und Radio ist – neben Reporter Klaus Pelda (CH-Medien) – der einzige regelmässig in der Ukraine arbeitende Journalist aus der Schweiz. Er schreibt in einem Kurzbeitrag, wie er die aktuelle Situation im Land einschätzt:
«Ich war gerade für @srfnews in der Ukraine, hauptsächlich im Donbass. Wichtigste Erkenntnisse:
1. Die Lage an der Ostfront ist zunehmend schwierig. Die Russen rücken langsam, aber stetig vor. Auch das bisher relativ sichere Kramatorsk kommt zum Teil unter starken Beschuss.
2. Ukrainische Frontsoldaten schildern: ihnen fehlt es massiv an Personal. Es gibt Einheiten, die nur zu 50 % besetzt sind. Ein russischer Durchbruch ist aber nicht zu erwarten. Die Ukrainer halten sich vor allem in Städten erfolgreich (Torezk, Chasiv Yar).
3. Die russischen Verluste sind kolossal, die ukrainischen aber auch hoch. Ich habe mehrere Dutzend Leichensäcke mit gefallenen ukrainischen Soldaten gesehen. Ein Anblick (und Geruch), den ich mein Leben lang nie mehr vergessen werde.
4. Drohnen sind kriegsentscheidend. Die Russen greifen ua. mit Glasfaser-Drohnen die ukrainischen Logistik-Routen an. Viele Strassen sind deswegen lebensgefährlich geworden. Manche Einheiten können nur noch mit Drohnen beliefert werden (Wasser, Essen, Munition).
5. Drohnen vereinfachen aber auch die Verteidigung: Ukrainische Drohneneinheiten töten russische Sturmtrupps in der Regel, bevor diese die ukrainischen Positionen erreichen. Manche Russen kommen aber durch. Dann kommt es zu einem Kampf Mann gegen Mann.
6. Von den „Friedensverhandlungen“ halten ukrainische Soldaten nichts. Mehrere wussten nicht mal, dass sich am Montag Ukrainer und Russen in Istanbul getroffen haben. Alle an der Front sagen: Die Russen werden und wollen weiter Krieg führen.
7. Trotz der schwierigen Lage scheint mir die Moral in grossen Teilen der ukrainischen Armee intakt. Was man immer wieder hört: „Wenn wir nicht kämpfen, verlieren wir unser Land.“ Es ist nicht so, dass die Soldaten kämpfen wollen – sie müssen. Es ist ein existenzieller Kampf.
8. Den Kriegsverlauf zu prognostizieren, ist schwierig. Die Russen werden wohl bis Herbst versuchen, möglichst viel Land zu erobern. Die Ukrainer halten dagegen und führen spektakuläre Angriffe im russischen Hinterland durch. Es bleibt ein Abnutzungskrieg. Wer zuerst erschöpft ist: unklar.
9. Zum Schluss noch eine Geschichte von Mut und Erfindungsreichtum: Die Russen verwenden inzwischen viele Glasfaser-Drohnen, die ein kilometerlanges Kabel hinter sich herziehen. Der Vorteil: diese Drohnen, können nicht mit elektronischer Kriegsführung gestört werden. Manche ukrainische Dorfbewohner machen Folgendes: wenn sie so eine Drohne sehen, suchen sie das Kabel am Boden und durchtrennen es. Die Drohne verliert den Kontakt und stürzt ab.
10. Reportagen und weitere Einschätzungen gibts bald bei @srfnews TV, Online und Radio.» https://www.facebook.com/permalink.php?story_fbid=pfbid0dTzSpjSRZJckiPzFXq7uVT4MHqKk8yHGcjmX6hrifDUxeYYBxV53SfHbRyhTvw62l Die Facebook Seite von David Nauer kann abonniert werden.
SANKTIONEN KAUM ANFECHTBAR
Fünf russische Geschäftsleute haben gegen die EU-Sanktionen gerichtlich geklagt. Die Geschäftsleute empfinden die Sanktionen als ungerecht, weil sie keinen Einfluss auf die Entscheide der russischen Regierung nehmen können. Nun hat die EU-Generalanwältin Leila Medina ihre Stellungnahme zu den Forderungen abgegeben. Die Kläger hätten nicht beweisen können, dass sie keinen Einfluss auf die Kriegstreibenden Entscheiden der Regierung hätten. Aus diesem Grund sei die Klage abzuweisen.
Die russische Nachrichtenagentur RBC schreibt: «Die Chancen russischer Geschäftsleute, die europäischen Sanktionen vor dem obersten Gericht der EU anzufechten, haben sich [damit] deutlich verringert.» https://t.me/rbc_news/120214

MISSGLÜCKTE TARNUNG
Yandex ist ein holländisch-russisches Unternehmen, welches in Russland eine Suchmaschine vergleichbar mit Google betreibt. Zum Schutz der militärischen Anlagen der Armee und des Staates Russlands, hat Yandex die von ihme verwendeten Geographie-Karten bearbeitet.
Überall wo ein Gebäude des militärisch-industrielle Komplexes steht, wurden die Satellitenaufnahme mittels Weichzeichnungsfilter unscharf gemacht. Dies führt dazu, dass nun offensichtlich ist, wo in Moskau Anlagen stehen, die für ukrainische Anlagen interessant sein können. Vermutlich kennt die ukrainische Armee die Standorte auch ohne diese verunglückte Verschleierungsmassnahme. https://t.me/c/1197363285/165188

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