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GELUNGENE ANTI-BOMBER-AKTION
Der Ukraine ist es in der letzten Nacht gelungen, eine sehr komplexe Drohnenoperation erfolgreich abzuschliessen. Dabei gelangten die Angriffsdrohnen tief in russisches Gebiet, wo sie zwischen 8 und 40 strategische Bomber und andere Flugzeuge der russischen Armee zerstörten oder beschädigten.
Volodymyr Zelenskyj sprach am Abend von «mehr als 40 zerstörten Flugzeugen». Auf der Basis von Satellitenaufnahmen konnte bisher die Zerstörung von 8 strategischen Bombern belegt werden.
So gingen der ukrainische Inlandgeheimdienst (SBU) vor: Ukrainische Agenten kauften die Drohnen in Russland. Gleichzeitig wurden aus der Ukraine Holzhäuser importiert. Die mit Sprengstoff ausgerüsteten Kampfdrohnen wurden in die Dächer dieser von kleinen Holzhäusern installiert (FOTO), welche auf Lastwagen nahe an die russischen Armeeflugplätze gebracht wurden.
In dieser Nacht wurden die Dächer der Holzhäuser ferngesteuert geöffnet und die von Drohnenpiloten gesteuerten Drohnen machten sich auf den Weg zu den Flughäfen, wo sie die Armeeflugzeuge angriffen. Nachdem die Drohnen die Lastwagen verlassen haben, wurden sie in Brand gesetzt.
Nach derzeit verfügbaren Angaben gab es erfolgreiche Angriffe auf die Flughäfen Belaja, Olenja, Djagilewo und Iwanowo zum Teil in Regionen, die mehr als 1000 Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt sind.
Zu den zerstörten Fluggeräten gehören strategische Bomber der Typen Tu-95 und Tu-22M3, Kommandoflugzeuge vom Typ A-50 und Megatransporter Antonow 12. Tu-95 und Tu-22 wurden mit Marschflugkörpern und Hyperschallraketen ausgerüstet und gegen die Ukraine eingesetzt. Die A-50 ist ein Kommandoflugzeug, von denen die russische Armee nur wenige Exemplare hat. Volodymyr Zelenskyj schreibt: «34 Prozent der strategischen Marschflugkörperträger auf ihren Flugplätzen wurden getroffen.» Der ukrainische Geheimdienst bezifferte den Schaden mit 7 Milliarden US-Dollar.
Insgesamt kamen bei der Operation 117 Drohnen zum Einsatz, gesteuert von entsprechend vielen Drohnenpiloten. Die Drohnen nutzen KI-Programme, um die schwächste Stelle eines russischen strategischen Bombers zu finden und ihn dann zu zerstören.
An der Aktion waren Personen in drei Zeitzonen Russland beteiligt und alle konnten in die Ukraine zurückgekehrt. Sollte die russischen Behörden behaupten, dass sie Beteiligte verhaftet hätten, dann sei dies «nur eine weitere Show für das heimische Publikum», meldet der Geheimdienst.
Die Vorbereitungen für diese «logistisch äusserst komplexe» Aktion mit dem Namen «Pavutyna (Spinnennetz)» dauerten 18 Monate. Die Operation war persönlich vom ukrainischen Präsidenten Volodymyr Zelenskyj begleitet worden und erfolgte unter direkter Führung des SBU-Chefs Vasyl Maliuk.
Inzwischen hat das russische Verteidigungsministerium die ukrainischen Angriffe bestätigt. Es behauptet jedoch, die Ukrainer seien nur in Olenja und Belaja erfolgreich gewesen; Angriffe in Iwanowo, Rjasan (Djagilowo) und Amur seien abgewehrt worden. Von diesen Orten gibt es zwar auch Videos, welche Brände zeigen, aber es hierbei ist unklar, ob es sich um brennende Flugzeuge oder abgestürzte Drohnen handelt. Hierzu werden weitere Satellitenbilder Klarheit schaffen.
Der ukrainische Inlandgeheimdienst veröffentlicht ein Foto, auf welcher Vasyl Maliuk Operationsbilder anschaut und ein Bild mit brennenden Bombern. Dazu schreibt der Dienst:
«7 Milliarden US-Dollar. Das ist der geschätzte Wert der strategischen Luftwaffe des Feindes, die heute im Rahmen der Sonderoperation „Spinnennetz“ des SBU zerstört wurde.
34 % der strategischen Trägerraketen für Flugkörper auf den wichtigsten Luftwaffenstützpunkten der Russischen Föderation wurden zerstört.
Über die Einzelheiten der Sonderoperation des Sicherheitsdienstes werden wir später berichten.
Vorerst können wir den Russen nur eines sagen:
„Dachtet ihr, dass die Ukraine so einfach ist? Die Ukraine ist super. Die Ukraine ist einzigartig. Sie hat alle Höhen und Tiefen der Geschichte durchlebt. Sie hat alle möglichen Prüfungen bestanden. Sie ist durch die härteste Schule gegangen. In der heutigen Welt ist sie unbezahlbar.“ (c) Lina Kostenko
Wir tun alles, um den Feind aus unserer Heimat zu vertreiben! Wir werden ihn auf See, in der Luft und an Land bekämpfen. Und wenn es sein muss, werden wir ihn sogar aus der Erde holen.
Emil Kastehelmi, finnischer Militäranalyst und Historiker schreibt: «Auch wenn die Zahl der zerstörten Ziele letztlich geringer ausfällt, handelt es sich dennoch um eine sehr erfolgreiche und kosteneffiziente Operation, die Russland dort trifft, wo es wehtut. Folglich wird Russland gezwungen sein, sich auf eine noch grössere Bandbreite an Drohnenbedrohungen im ganzen Land einzustellen.» https://x.com/emilkastehelmi
Dimitri Nabokoff schreibt: «Die jüngsten Angriffe auf russische Luftwaffenstützpunkte erschüttern das Selbstbild der russischen Militärmacht. Sie entlarven nicht nur operative Defizite, sondern ein strukturelles Versagen des Staates, seine eigenen Ressourcen zu schützen. In einer Zeit, in der Präzision und Reichweite moderner Drohnentechnologie neue Massstäbe setzen, steht das russische Regime vor einer Krise seiner Verteidigungsfähigkeit.» https://x.com/DimitriNabokoff
Alexander Dubowy meint: «Aktuell erleben wir ein klassisches Beispiel für die russische strategische Kommunikation im Krisenmodus: Die Minimierung des Reputationsschadens, die Pathologisierung des Gegners („Terroranschläge“) und die Behauptung schneller Kontrolle („alle Feuer beseitigt, Täter verhaftet“).» https://x.com/dubowy_alex/status/1929219105191518590
ANGRIFF AUF U-BOOT BASIS
Bisher nicht bestätigt wurde folgende Meldung der gewöhnlich gut informierten Beobachters «Jay in Kyiv / @JayinKyiv». Er veröffentlicht ein Video https://x.com/i/status/1929156703821382026 , auf welches eine schwarze Rauchwolke erkennbar ist und schreibt dazu: «Es scheint, als ob die Zerstörung der strategischen Bomber Russlands der Ukraine heute nicht genug war: In der Stadt Seweromorsk, wo die russischen Atom-U-Boote stationiert sind, kommt es nicht mehr zu heftigen Explosionen.»
KOPF AN KOPF IN POLEN
Heute fand der entscheidende zweite Wahlgang für das Präsidentenamt in Polen statt. Zur Auswahl standen der liberale Rafal Trzaskowski und der rechtskonservative Karol Nawrocki. Wird Trzaskowski gewählt, stärkt das die proeuropäische Regierung von Donald Tusk. Sollte Mawrocki das Rennen machen, dann wird er die Blockade-Politik des bisherigen Amtsträgers Andrzej Duda weiterführen.
Gemäss den aktuellen Resultaten führt Trzaskowski mit 50,3% der Stimmen gegen 49,7% für Nawrocki. (Bildquelle; Screenshot ZDF) Weder Tusk noch Duda haben sich bisher gemeldet.
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