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RUSSEN RÜCKTEN 200 KM2 VOR
In den letzten 7 Tagen eroberten die russischen Truppen 18 Siedlungen und 200 Quadratkilometer ukrainisches Terrain. Dies schreibt die Plattform «Ukraine Control Map». Besonders schwierig ist die Lage in der Nähe von Sumy, wo die Russische Föderation eine Offensive zur Schaffung einer „Pufferzone“ gestartet hat.
Als Gründe für den Erfolg der Offensive nennen Experten den Personalmangel der ukrainischen Streitkräfte und die zahlenmässige Überlegenheit der Russischen Föderation im Bereich der Infanterie. Die höchsten Vormarschraten der Besatzer werden in der Region Donezk verzeichnet. https://t.me/uniannet/165716
Olexandr Syrskyj (FOTO, links), Oberbefehlshaber der ukrainischen Armee, bestätigte heute die russische Offensive: «Die russischen Aktivitäten haben sich verstärkt. Die Hauptanstrengungen konzentrieren sich auf die Achsen Pokrovsk, Torezk, Lyman und Novopavlivka sowie auf die Grenzgebiete der Region Sumy». https://x.com/NOELreports/status/1928766345987985842
Ukrainische Behörden haben am Samstag Evakuierungsbefehle für elf weitere Dörfer in der nördlichen Region Sumy erlassen. Damit reagieren die Behörden auf den weiteren Vorstoss russischer Truppen. Mehr als 200 Siedlungen in der Region standen bereits unter Evakuierungsbefehl. https://t.me/c/1197363285/164597
KEINE TAURUS-LIEFERUNG
Die deutsche Regierung liefere keine Taurus-Raketen an die Ukraine, obwohl der deutsche Kanzler Friedrich Merz dies im Wahlkampf versprochen hatte. Dies schreibt die britische Zeitung «The Guardian».
Einen Tag nach der Zusage, dass die Ukraine alle Waffen «ohne Limit» auch gegen Ziele in Russland einsetzen könne, habe Merz seine eigene Zusage für die Lieferung von Taurus-Raketen abgeschwächt: «Die Regierung hat sich nun auf eine strategisch unklare Position zurückgezogen und konzentriert sich darauf, der Ukraine eine Partnerschaft zum gemeinsamen Bau von Raketen anzubieten.»
Zum Grund für die Lieferabsage der Taurus-Rakete schreibt «The Guardian»: «Es besteht der starke Verdacht, dass Finanzminister Lars Klingbeil von der Sozialdemokratischen Partei – Merz‘ Koalitionspartner – Merz blockiert hat.» Klingbeil lehne die Finanzierung der Lieferungen aufgrund der hohen Kosten der Waffen und der langwierigen Ausbildung des ukrainischen Militärs ab, für die auch deutsche Ausbilder erforderlich sind.
Der Ukraine ist angeblich ein Drohnenflug über die Distanz von 7’000 Kilometer gelungen. Die Militärdrohne schlug in Wladiwostock ein, ganz im Osten des russischen Reichs, unweit der nordkoreanischen Grenze. Dies berichtet der militärische Geheimdienst der Ukraine.
Für die Überwindung der Strecke war die Langstrecken-Drohne 3 Tage lang unterwegs und konnte offenbar alle russischen Abwehrriegel überwinden.
Nach Angaben des Geheimdienstes schlug die Drohne in einer Militäreinrichtung ein und habe einen Lastwagen in Brand gesteckt, ansonsten aber keinen weiteren Schaden angerichtet. https://x.com/JayinKyiv/status/1928553828019831265
OSTSEE MIT KONFLIKT-POTENTIAL
Die Flotte der NATO und die russische Flotte halten zeitgleich Übungen in der Ostsee ab. Provokationen sind nicht ausgeschlossen, schreibt die deutsche «Bild».
Nächste Woche startet das jährlich immer Anfang Juni stattfindende See-Manöver in der Ostsee mit dem Namen «Baltops». Auch die Russen halten dort jedes Jahr Manöver ab, aber nun haben sie die Übungen unüblicherweise um einen Monat vorgezogen. Seit Dienstag sind 20 russische Schiffe in der Region.
Dr. Moritz Brake, Reserveoffizier der deutschen Marine und Chef von «CASIS», dem Think Tank der Uni Bonn, sagt: «Die Russen sind sehr aggressiv. Das, was in der Ostsee passiert, birgt immer die Gefahr, in eine schärfere Eskalation zu münden.» Als mögliche Aktionen nennt er: NATO-Schiffe könnten am Weiterfahren gehindert werden oder russische Kampfjets könnten darüber hinwegdonnern. Ziel von solchen Provokationen sei es, herauszufinden, wie die NATO reagiert. https://www.bild.de/politik/ausland-und-internationales/doppel-manoever-von-nato-und-russland-droht-jetzt-der-grosse-ostsee-knall-68399ffe5f7a8d25a5be8a87
OPEC-PLAN SCHADET RUSSLAND
Die OPEC+-Länder haben sich bereits zum dritten Mal in Folge geeinigt, die Ölproduktion zu erhöhen. Ab Juli sollen 411’000 Barrel mehr pro Tag gefördert werden. Dieser Entscheid fiel, obwohl Russland damit nicht einverstanden ist.
Die OPEC hat im April begonnen, die Produktionsmengen zu erhöhen. Ihr Ziel ist es, die Reduktion um 2,2 Millionen Barrel pro Tag wieder wettzumachen, die sie im Jahr 2023 freiwillig beschlossen hatte. Das Erreichen des vorigen Levels war das Ziel bis Ende dieses Jahres. Doch mit den seit April beschlossenen Produktionserhöhungen wird das Ziel schneller erreicht. https://t.me/Crimeanwind/80351
GEORGIEN LEISTET WIDERSTAND
Auch heute, am 185. Tag in Folge, blockieren Demonstranten die Hauptverkehrsachse in der georgischen Hauptstadt Tiflis. Ihr Widerstand richtet sich weiterhin gegen den prorussischen Kurs der illegal an der Macht befindlichen Regierung, gegen die Einschränkung der politischen Rechte und für einen Anschluss an Europa. Aktuelle Nachrichten finden sich täglich bei Rusudan Djakeli auf https://x.com/rusudanjakeli.
Seit Beginn der Demonstrationen haben die Behörden Hunderte Menschen festgenommen. Der Georgier Luka Mishveladze beschreibt, wie das Leben in georgischen Haftanstalten aussieht.
«Wenn Aktivisten zu einer Gefängnisstrafe verurteilt werden, werden sie in Haftanstalten gebracht.
Ich zeige dir den besten Ort, den, an dem ich war und Sie können sich vorstellen, wie viel schlimmer der Rest sein kann.
Sie werden in einen winzigen Raum mit zwei Gefängnis-Etagenbetten, einem Tisch und vier Stühlen gebracht, die alle am Boden festgeschraubt sind, sodass Sie nichts bewegen können. Im besten Fall ist die Toilette abgetrennt, in anderen Einrichtungen ist einfach alles in einem Raum zusammengepfercht.
Alle drei Tage ist eine 10-minütige Dusche erlaubt. Du bekommst 30 Minuten Fernsehen pro Tag, aber nicht in deinem Zimmer. Dafür wirst du in einen anderen Raum gebracht. Es gibt nur wenige Sender, sodass diese halbe Stunde das einzige „Vergnügen“ ist, das du hast.
Ausserdem bekommst du 25 Minuten „Spaziergang“ im Freien. Aber lassen Sie sich von diesem Wort nicht täuschen, es ist nur ein ummauerter Hof, in dem man mit etwas Glück vielleicht einen Sonnenstrahl erhaschen kann.
Die Zellen bieten Platz für bis zu 4 Personen. Man bekommt 3 Mahlzeiten am Tag, aber das Essen ist alles andere als gut.
Als ich zwei Tage dort war, gab es keine dieser „Privilegien“, keine Spaziergänge, kein Fernsehen, keine Dusche. Nur Essen. Und für mich haben die dritte Mahlzeit ausgelassen.
Das Einzige, was ich hatte, war ein Buch. Es gibt keine Bibliothek. Nur ein paar alte Bücher, einige auf Georgisch, einige auf Russisch. Die Bücher waren grösstenteils zerstört. Einige waren unlesbar.
Ich brauche eine Brille zum Lesen, aber die haben sie mir weggenommen und gesagt, ich bräuchte sie nicht.
Und nachts? Man kann das Licht nicht ausschalten. Nicht einmal zum Schlafen.
Es gibt ein winziges Fenster mit einem Metallgitter. Es gibt auch ein winziges Fenster im Toilettenbereich, durch das die Wärter einen beobachten können. Ausserdem zwei Überwachungskameras. Sie beobachten einen ständig.
Man sieht niemanden ausser Wärtern und Anwälten. Man ist also entweder völlig allein oder mit Zellengenossen zusammen. Meistens lassen sie einen allein, um einem noch mehr zu quälen.
Und das Schlimmste daran? Die Menschen werden normalerweise nicht zu zwei Tagen verurteilt. Manche bekommen zwölf, dreissig, sogar 45 oder 60 Tage unter diesen Bedingungen.
22 Stunden am Tag in einer solchen Zelle zu verbringen, selbst wenn es nur 12 Tage sind, ist Folter.
Man kann dort den Verstand verlieren. Stellen Sie sich nun vor, jemand wird zu 30 Tagen verurteilt.
60 Tage sind ein absoluter Albtraum.
Ich habe 2 Tage hauptsächlich durch Schlafen überstanden, aber ich glaube nicht, dass jemand 60 Tage lang durchschlafen kann. Wir haben Dutzende von Gefangenen, einige in Gefängnissen, andere in Haftanstalten. Trotzdem haben wir keine Angst. Wir werden bis zum Sieg kämpfen, und das sind nicht nur schöne Worte. Es ist das, was ich fühle und woran ich wirklich glaube. Feuer für die Oligarchie, Freiheit für alle politischen Gefangenen.» https://x.com/LukaMishveladze/status/1928824982538174661
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