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PUTIN-HITLER-BILDER VERBOTEN
In Russland sind künstlerisch-politische Darstellungen, welche eine Beziehung in Bildform zwischen Putin und Hitler darstellen, ab sofort verboten. Das Kirovsky-Gericht in Omsk hat 12 Seiten mit solchen Bildern gesperrt.
KOMMENTAR: «Ukraine Aktuell» erscheint in Europa. Hier sind solche Bilder durch die Meinungsfreiheit gedeckt. Ich veröffentliche diese Bilder zur Illustration des Urteils. «Ukraine Aktuell» veröffentlicht solche Darstellungen selten, sondern konzentriert sich auf andere Arten der Faktendarstellung.
DROHNEN-MUTTERSCHIFF
Die ukrainische Armee hat erstmals ein sogenanntes «Drohnen Mutterschiff» eingesetzt. Dies berichtet Mykhailo Fedorov, ukrainischer Minister für digitale Transformation.
Die Mutterschiff-Drohne ist ein grösseres unbemanntes Flugobjekt, welches zwei Angriffsdrohnen transportieren kann. Diese Drohnen können dann, ferngesteuert durch einen Drohnenpiloten oder autonom militärische Ziele im russischen Hinterland angreifen. Video: https://x.com/i/status/1928087484275343426
Die Mutterdrohne kann die beiden kleineren Drohnen bis 3’000 Kilometer weit transportieren. Die Angriffsdrohnen haben jeweils einen Aktionsradius von 100 Kilometern.
Wenn der Abwurf der kleinen Drohnen innerhalb von 1’000 Kilometern geschieht, kann die Mutterschiff-Drohne an ihren Startort zur Wiederverwendung zurückkehren.
Igor Sushko, ukrainisch-amerikanischer Blogger, verbreitet heute Hintergrundinformationen zum tödlichen Attentat gegen den russischen Major Zaur Gurtsiew. Gurtisiew hatte das Kommando über den Beschuss der ukrainischen Stadt Mariupol, bei dem mehrere tausend Einwohner umkamen. Der Kriegsverbrecher starb gestern in der russischen Stadt Stawropol bei einer Explosion, als er einen anderen Mann traf. (Siehe Ukraine Aktuell Nr. 1192 vom 29.5.202)
Sushko schreibt nun, dass der andere getötete Mann Nikita Penkow hiess. Gurtsiew und Penkow hätten sich auf einer Datingseite für homosexuelle Männer kennengelernt und dort erotische Fotos ausgetauscht. Beim Treffen in Stawropol sei Penkow mit einem Kasten ausgerüstet gewesen, mit der er das Zusammentreffen aufzeichnen wollte. Woher er den «Kasten» hatte, sei nicht klar. Tatsächlich handelte es sich aber um eine Bombe, die bei der Begegnung von Ferne ausgelöst wurde. https://x.com/igorsushko/status/1928152084945293746 Video hier: https://x.com/i/status/1927986726602948729 Penkow und Gurtsiew waren auf der Stelle tot.
Die Art des Attentats erinnert an den Anschlag gegen den russischen Kriegspropagandisten Vladlen Tatarsky (richtiger Name Maxim Fomin) in einem Cafe in St.Petersburg am 2.April 2023. Tatarsky hatte an diesem Tag seine Anhänger zu einem Vortrag eingeladen. Dabei überreichte ihm eine junge Frau eine goldene Statue. Darin befand sich eine Bombe, bei deren Explosion Tatarsky getötet und 25 seiner Zuhörer verletzt wurden. (Siehe «Kriegshetzer gesprengt» in «Ukraine Aktuell Nr. 403: https://ukraineaktuell.com/ukraine-aktuell-nr-403-2-4-23-22uhr/)
Später sagte die Frau, dass sie nicht gewusst habe, dass eine Bombe in der Statue war. Unbekannte hätten ihr die Statue übergeben mit der Bitte, diese als Geschenk zu überreichen.
«MEMORANDUM» UNBEKANNT
Für den kommenden Montag hat Russland die Ukraine zu einem «Friedensgespräch» nach Istanbul eingeladen. Man werde dort das von Russland erarbeitete «Memorandum» besprechen. Dieses «Memorandum» zeige die Position Russlands und den Weg zum Frieden auf.
Heue sprach der ukrainische Präsident Zelenskyj mit seinem türkischen Amtskollegen Erdogan. Beide kannten den Inhalt des «Memorandums» nicht.
Volodymyr Zelenskyj schrieb dazu heute Abend: «Derzeit liegen weder uns in der Ukraine noch der Türkei als Gastgeberland Informationen über das sogenannte russische „Memorandum“ vor. Aus irgendeinem Grund verstecken die Russen dieses Dokument. Absolut seltsame Position. (…) Offenbar hat man in Moskau das Interesse an der Diplomatie völlig verloren. Sie tun ständig etwas, um zu beweisen, dass sie das unzuverlässigste Subjekt der Welt sind.» https://t.me/V_Zelenskiy_official/14430
DIE NEUE DONBASS LINIE
Russland verstärkt seine Angriffe und die Ukraine hat sich darauf vorbereitet. Für ihren Abwehrkampf hat sie eine neue Verteidigungslinie errichtet und baut täglich weiter daran: Die sogenannte «Donbass-Linie». Sie hat unterdessen eine Länge von 350 Kilometern und erstreckt sich von der Stadt Kharkiv selbst bis nach Pechenihy im Osten, nach Schewtschenkove westlich von Kupjansk und bis nach Izum, dann westlich von Kramatorsk, Slovjansk, bei Zolotyi Kolodiaz, nördlich von Dobropillia, Slovjanka, Mezhova, Havrylivka und schliesslich nach Vilne Pole im Gebiet Saporischschja.
Die Arbeiten wurden seit Anfang März 2025 insbesondere in der Richtung Kostyantynivka verstärkt. Dort ist die «neue Donbass-Linie» in einigen Sektoren bereits in der Lage den Angriffen der Russen standzuhalten.
An den schwächsten Stellen besteht die Donbass Linie nur aus einem einzigen Panzergraben oder eine Drachenzahn-Linie [Drachenzähne sind Betonklötze in Pyramidenform mit einer Höhe von 1 Meter bis 1,5 Meter.]
WIE DIE DONBAS-LINIE GEBAUT IST
Der stärkste Bereich im Abschnitt Zolotyi Kolodiaz – Izyum – Pechenihy besteht aus 3 Panzergräben, dahinter eine Drachenzahnlinie und davor eine Stacheldrahtlinie.
Allen Abschnitten gemeinsam ist, dass sie an Stellen errichtet wurden, die aus strategischer Sicht sinnvoll zu verteidigen sind. Das heisst, hinter Flüssen, auf dominanten Hügeln und an topografischen Engpässen. Darüber hinaus wird sie durch „städtische Stützpunkte“ gesichert.
Die Unabhängigkeit der einzelnen Verteidigungsstellungen: In der Neuen Donbass-Linie gibt es keine massiven Grabenringe, deren Einnahme zum Zusammenbruch und zur Umgehung der gesamten Verteidigungslinie führen würde. Stattdessen gibt es Hunderte von 60 Meter langen T-förmigen Systemen, die voneinander unabhängig sind und auch dann noch einen kreisförmigen Widerstand bieten können, wenn benachbarte Systeme eingenommen werden sollten. Dadurch werden die Russen gezwungen sein, jedes einzelne Grabensystem einzunehmen, bevor sie weiter vorrücken können, was ihren Vormarsch noch weiter erschwert.
Um diese Mechanik noch zu verstärken, haben die Ukrainer eine Taktik der tiefen Verteidigung und Zermürbung gewählt und Reihen kleiner Grabenanlagen errichtet, die sich nicht nur über die gesamte Länge der Linie, sondern auch mehrere Kilometer dahinter erstrecken. Dies sind Widerstandsnester, welche vorrückende Truppen schaden sollen. Auch auf diese Weise hofft die ukrainische Armee, das taktische Offensivpotenzial der Russen auszuschöpfen und Zeit zu gewinnen.
FÜR DIE ZUKUNFT GERÜSTET
Mit der neuen Anlage zeigen die Ukrainer, was sie aus den Fehlern gelernt haben. Früher gab es weniger durchgängige Linie und wo sie existierten, bestanden sie nicht aus autonomen Einheiten, sondern aus verbundenen Grabensystemen.
Die Donbass-Linie soll nicht nur aktuell den Vormarsch der Russen verlangsamen, sondern ist auch eine Vorsichtsmassnahme. Sollten Putins Truppen im schlimmsten Fall die Städte Pokrovsk, Dobropillia, Kramatorsk, Slovjansk und Kostjantynivka einnehmen, könnten sie rasch in die Zentralukraine vorstossen, weil diesem Weg keine grösseren Städte mehr im Weg stehen. Die neue Verteidigungslinie soll in diesem Fall den Durchbruch der Russen im besten Fall verhindern, sicher aber verzögern.
ERSCHWERTER BAU
Die Russen haben ihre Fähigkeiten im Umgang mit Beobachtungs- und Kampfdrohnen seit Beginn des Krieges massiv verbessert.
Dies führt dazu, dass die Invasoren mit ihren Fluggeräten weiter vor der Front operieren können. Sie sind also in der Lage zu beobachten, was die Ukrainer hinter der Kampfzone tun und mit ihrer Artillerie darauf reagieren. Bis vor wenigen Monaten konnten sie dies weniger und das erlaubte den Ukrainern am Bau der Verteidigung mit kurz vor dem Direktangriff zu bauen.
Jetzt ist es so, dass der Bau der Donbass-Linie immer weiter hinter der Front erfolgen muss, ausserhalb der russischen Drohnen-Sichtweise. Ausserdem sind durch die effizienteren russischen Drohnen die Versorgungswege in die Verteidigungsstellungen mehr gefährdet als früher.
Eine Verteidigungsstellung ohne sicheren Nachschub ist so wenig wert wie ein isolierter Feldbunker. Für die Verteidigung der Stellungen braucht es jeweils frische Verstärkung, Munition, Treibstoff und Nahrung. Hier gibt es bei der ukrainischen Armee nach Ansicht von Militärbeobachtern noch Mängel.
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