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INDIEN UNTERLÄUFT SANKTIONEN
Rekordmengen russischen Öls fliessen nach Indien und erreichten im Mai 2,2 Millionen Barrel pro Tag. Und von den USA sanktionierte Tanker helfen dabei, es zu transportieren. Trotz der Zusage, solche Schiffe zu meiden, erhalten indische Raffinerien nun Öl über komplexe Schiff-zu-Schiff-Transfers, darunter auch von Tankern, die von den USA und Grossbritannien auf die schwarze Liste gesetzt wurden. Indien behauptet, es halte sich nur an UN-Sanktionen – nicht an die von einzelnen Staaten verhängten.
Kyrylo Shevchenko, von 2020 – 2022 Chef der ukrainischen Nationalbank und heute Privatbanker, schreibt dazu: «Diese Lücke in der Durchsetzung wird immer grösser. Die Einführung von US-Zöllen und sekundären Sanktionen gegen Länder, die von russischen Ressourcen abhängig sind, könnte dazu beitragen, die Überwachung wiederherzustellen und Russlands Militärbudget zu straffen.» https://x.com/kshevchenkoreal/status/1927740928002867711
RUSSEN-OFFENSIVE IM OSTEN
Mit einem Grosseinsatz an technischem und menschlichem Material baut die russische Armee von ihr gewünschte «Pufferzone» im Osten der Ukraine weiter aus: In der Region Sumy sind die Besatzer in die Nähe von Novosilka, Vodolagi sowie in die Bezirke Lokni und Bilovodi vorgerückt. Zwischen der umkämpften Zone und der Stadt Sumy beträgt die Distanz aktuell 27 Kilometer. https://deepstatemap.live/#6/49.4383200/32.0526800
Am Abend hielten die Kämpfe noch an. Oleg Hrygorov, der Leiter der regionalen Militärverwaltung, sagte: «Die Lage an der Grenze weiterhin schwierig, aber unter Kontrolle. Die angespannteste Situation herrscht in der Nähe der Siedlungen der Gemeinden Chotyn und Junakiw. Dort finden immer noch aktive Kämpfe statt.» https://t.me/c/1197363285/164495
Die «New York Times» schreibt: «Im Mai rückten die russischen Truppen mit der schnellsten Geschwindigkeit seit November 2023 vor – durchschnittlich 14 Quadratkilometer km pro Tag, das ist doppelt so viel wie im April.» Die Russen würden dabei eine «Sollestrategie» verfolgen: Einerseits werden die Angriffe auf die Ukraine intensiviert, anderseits wird von einer Teilnahme an «Friedensverhandlungen» gesprochen. https://www.nytimes.com/2025/05/29/world/europe/russia-ukraine-war-offensive.html
KRIEGSVERBRECHER ELIMINIERT
Zaur Gurtsiev, Major der russischen Spezialeinheiten befahl in Mariupol im März 2022 die Bombardierung des Stadtheaters. Darin befanden sich mehrere Hundert Zivilisten, darunter Kinder, von denen eine unbekannte Anzahl getötet wurden.
Nach diesen Verbrechen liess sich Gurtsiev zum stellvertretenden Bürgermeister von Stawropol wählen. Dort wurde er nun liquidiert.
Ein Video zeigt, wie Gurtsiev auf einen Mann zugeht, der offensichtlich auf einem Füssgängersteig auf ihn wartet. https://x.com/i/status/1927977998210207774 Das nächste Frame zeigt eine Explosion. Der Wartende zündete eine Handgranate, die eine Explosion auslöste und den Attentat und Gurtsiev tötete. Die beiden Männer kamen über eine Datingseite in Kontakt.
Der ukrainische Auslandgeheimdienst hat sich bisher nicht zum Anschlag geäussert, aber bei früheren Gelegenheit darauf hingewiesen, dass sie alle bekannten Kriegsverbrecher verfolgt. («Attentat war erst der Anfang» https://ukraineaktuell.com/ukraine-aktuell-nr-1161-28-4-25-22-uhr/)
ERINNERUNGEN AN MARIUPOL
Als Erinnerung an die Verbrechen von Gurtsiev und der russischen Armee in Mariupol hier die Erinnerungen von Christina Jolos, der es gelang, lebendig aus Mariupol zu entkommen:
«Gestern sind wir auf eigene Gefahr unter Beschuss aus Mariupol geflohen. Wir haben die Nacht auf einem gefrorenen Feld in der Grauzone [umkämpfte Zone] verbracht. Gott sei Dank sind wir am Leben – am Leben, um für diejenigen zu schreien, die noch gefangen sind.
Kein humanitärer Konvoi. Keine Evakuierung.
Wir rannten unter Beschuss hinter Autos her. Wir klebten Schilder mit der Aufschrift „Kinder!“ an unsere Fahrzeuge. Ich setzte meinen Sohn ins Auto, als eine Rakete neben uns im Hof einschlug. Niemand hat uns gerettet. Wir haben uns selbst gerettet – mit Gottes Hilfe.“
Keine Verbindung. Kein Wasser. Kein Gas. Keine Krankenwagen.
Menschen bluten in ihren Höfen. Niemand kann helfen. Die Toten liegen dort, wo sie gefallen sind, mit Erde bedeckt. Die meisten sterben auf der Suche nach Wasser oder beim Kochen von Suppe über dem Feuer. Das sind friedliche Menschen. Nachbarn. Freunde. Verwandte.
„Wir haben Schnee geschmolzen, um Makkaroni zu kochen. Wir haben in der High School Nr. 2 Schutz gesucht. Eine Granate hat sie getroffen. Eine Frau wurde an der Hüfte verletzt. Sie lag die ganze Nacht auf dem Boden und flehte um Gift, um die Schmerzen zu beenden. Es gab keine Möglichkeit, sie in ein Krankenhaus zu bringen.“
Schüsse. Explosionen. Zitternde Wände.
Jeden Moment fragen wir uns: ‚Wo wird es als Nächstes einschlagen?‘“
“Ärzte in den Überresten des Krankenhauses Nr. 3 operieren unter höllischen Bedingungen. Die Frau wurde schließlich vom Roten Kreuz abgeholt. Ich bete, dass sie überlebt.
Zwei Granaten trafen unser Gebäude. Eine riss unserem Nachbarn das Bein ab.“
„Meine Mutter und meine drei Brüder – 16, 11 und 9 Jahre alt – leben in einem Gebäude ohne Keller, in dem sie sich verstecken könnten. Meine Schwiegereltern lebten im 9. Stock. Dieses Gebäude existiert nicht mehr.“
Evakuationen und Leichen
„Die Menschen müssen evakuiert werden – vor allem Kinder, Frauen und ältere Menschen.
Wir brauchen Busse. Wir brauchen einen grünen Korridor. Die Welt muss sich um uns kümmern.“
“Es gibt keine Lebensmittel. Es gibt keine Medikamente. Wenn der Schnee schmilzt, wird es kein Wasser geben.
Apotheken sind verschwunden. Geschäfte sind verschwunden. Die Toten werden nicht weggebracht.
Die Polizei fordert die Familien auf, die Leichen auf den Balkonen zu lassen oder sie in Kirchen zu bringen.“
„Sie glauben, Sie verstehen es. Aber wenn Sie nicht hier waren, verstehen Sie es nicht.
Nach 16 Tagen ohne Strom gab es keine Sirenen mehr. Nur noch Bomben.“
„Ich flehe euch an – hört damit auf. Nicht nur für uns. Für jede Stadt. Jedes Land. Jede Seele, die noch atmet.“
„Nicht für eine schwangere Frau, die in einer Entbindungsstation getötet wurde.
Nicht für eine Mutter, die ihr Kind beschützt hat.
Nicht für den Grossvater, der allein gestorben ist.
Nicht für die Verwundeten, die auf der Strasse sterben müssen.
Für alle.“
“Sie zeigen euch brennende Gebäude – aber nicht die Menschen, die darin verbrennen. Muss ich mich selbst verbrennen, damit die Welt glaubt, dass das aufhören muss?“
Diese 21 Tage haben alles verändert. Jetzt zählt nur noch eines: Die Rettung der Menschen, die noch immer in der Hölle namens Mariupol gefangen sind. https://x.com/rshereme/status/1927691817010545145
FRIEDEN ERST NACH PUTIN
Während seines Besuchs in Deutschland gab Volodymyr Zelenskyj der Sendung «RTL-Direkt» ein Interview. Der TV-Sender stellt in seiner Berichterstattung vor allem die Fragen nach dem Privatleben des ukrainischen Staatspräsidenten ins Zentrum. Tatsächlich machte Zelenskyj einig zentrale Aussagen:
«Wir haben nicht genug Druck. Die führenden Nationen tun nicht genug. Die USA sind beteiligt, aber nicht zu 100 %. Andere Staaten, etwa China oder andere Staaten des globalen Südens, halten sich zurück.» Putin klammert sich an seinen Sitz. «Wir werden einen gerechten Frieden haben, aber vielleicht erst nach Putin». Trotzdem sei eine Zwischenlösung – ein Waffenstillstand – bereits am morgigen Tag möglich.
In einem Video, welches etwas länger als eine Minute dauert, wird gezeigt, wie russische Vorgesetzter einen Soldaten quälen. Der Mann hatte angeblich während eines Kampfes seine Position verlassen. Zuerst wird der Mann geschlagen. Danach wird er an den Füssen festgebunden und hinter einem fahrenden Fahrzeug über Feldwege und Felder geschleift. Video: https://x.com/i/status/1927767009695031425
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