#UKRAINE AKTUELL Nr. 1189 (26.5.25 /22Uhr)

  • Trump ist wieder sauer auf Putin
  • Westen erlaubt wirksame Raketen
  • Kreml sieht «emotionale Reaktion»
  • Angriff auf Rumänien gescheitert
  • Angst vor einer Invasion im Osten
  • 3 von 4 Ukrainern glauben an Sieg

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NEUE SPITZKEHRE TRUMPS

Zum Start der neuen Woche schrieb Trump einen Text auf seinem Propaganda-Netzwerk «Truth Social» in dem er Putin angriff, Zelenskyj angriff und keine weiteren Massnahmen ankündigte.

Zu Putin schreibt Trump: «Ich hatte immer ein sehr gutes Verhältnis zu Wladimir Putin aus Russland, aber irgendetwas ist mit ihm passiert. Er ist völlig VERRÜCKT geworden! Er tötet unnötigerweise viele Menschen, und ich spreche nicht nur von Soldaten. Raketen und Drohnen werden ohne jeden Grund auf Städte in der Ukraine abgefeuert. Ich habe immer gesagt, dass er die GANZE Ukraine will, nicht nur einen Teil davon, und vielleicht bewahrheitet sich das jetzt, aber wenn er das tut, wird das zum Untergang Russlands führen!»

In einem weiteren Teil greift er den ukrainischen Staatspräsidenten Volodymyr Zelenskyj an, der am Wochenende den Terror Russlands verurteilt und Massnahmen des Westens gefordert hat: «Ebenso tut Präsident Selenskyj seinem Land keinen Gefallen, wenn er so redet, wie er redet. Alles, was aus seinem Mund kommt, verursacht Probleme, das gefällt mir nicht, und es sollte besser aufhören.»

Schliesslich folgt eine gleichmässige Schuldverteilung an Russland und die Ukraine und dann kaschiert er sein erfolgloses Warten an der Seitenlinie mit einem weiteren Wutanfall: «Dies ist ein Krieg, der niemals begonnen hätte, wenn ich Präsident wäre. Dies ist der Krieg von Zelenskyj, Putin und Biden, nicht der von „Trump“. Ich helfe nur dabei, die grossen und hässlichen Brände zu löschen, die durch grobe Inkompetenz und Hass entfacht wurden.» https://truthsocial.com/@realDonaldTrump/posts/114571369956761390

Den gleichen Inhalt verbreitete Trump in einem TV-Statement: «What the hell happen to Putin (…) I don’t like it at all» [«Was zur Hölle ist mit Putin los (…) Ich mag das überhaupt nicht». https://edition.cnn.com/2025/05/26/us/video/trump-putin-airstrikes-comments-ldn-digvid

Der französische Sender BFMTV erinnert daran, dass dies nicht das erste Mal ist, dass Trump sich wegen Putin nervt: «Bereits Ende März hatte er sich „sehr verärgert“ über seinen russischen Amtskollegen gezeigt und ihn einen Monat später aufgefordert, die Bombardierungen einzustellen. „Wladimir, STOP“, schrieb er auf Truth Social und fragte sich, ob er „an der Nase herumgeführt“ werde.» https://www.bfmtv.com/international/amerique-nord/etats-unis/donald-trump/il-est-devenu-completement-fou-vladimir-poutine-a-t-il-perdu-le-soutien-de-donald-trump_AN-202505260601.html

WESTEN ERLAUBT WIRKSAME RAKETEN

Für Waffen, die an die Ukraine geliefert werden, gilt nach den Worten des deutschen Kanzlers Friedrich Merz keine Reichweitenbeschränkung mehr. Die Ukraine könne somit auch militärische Ziele in Russland angreifen. Das sagte Merz am «Europaforum in Berlin».

Merz fügte hinzu, der Wegfall der Reichweitenbeschränkung gelte für alle an die Ukraine gelieferten Waffen aus den USA, Grossbritannien, Frankreich und auch Deutschland. Ob Deutschland auch Taurus-Marschflugkörper an die Ukraine liefert, liess Merz auf Nachfrage offen. https://www.deutschlandfunk.de/laut-merz-keine-reichenweitenbeschraenkung-mehr-fuer-waffen-an-die-ukraine-selenskyj-am-mittwoch-in–100.html

Die Nachrichtenplattform «Clash Reports» spekuliert, dass nun die Ukraine 100-150 deutsche TAURUS-Raketen erhalten könne. TAURUS sei noch effizienter als die britisch-französischen Storm-Shadow Marschflugkörper.

Folgendes bieten die Marschflugkörper KEPD 350: Reichweite von über 500 km, was Schläge bis tief ins russische Territorium – bis nach Moskau als Gegenstück für Angriffe auf Kyiv – erlaubt; Transportkapazität eines 481 kg schweren bunkerbrechenden Sprengkopfes; TAURUS kann von Kampfflugzeugen des Typs Su-24M und F-16 aus sicherer Distanz abgeschossen werden. https://x.com/clashreport/status/1927026472151109718

KREML: «EMOTIONALE REAKTIONEN»

Die Reaktion des Kremls auf Trumps Wutanfall und die Aufhebung des Waffenlimits verbalisierte der Sprecher Dmitri Peskow: Die europäischen Pläne zur Aufhebung der Beschränkungen für Langstreckenwaffenlieferungen an die Ukraine seien «ziemlich gefährlich». Peskow erklärte, eine solche Initiative widerspreche den Bestrebungen Russlands nach einer friedlichen Lösung. https://t.me/c/1197363285/164211

[Peskow sagte das nach einem Wochenende voller Drohnen- und Raketenangriffe auf ukrainische Zivilisten.]

Der Kreml «beobachte die gesamte Reaktion» genau, sagte Peskow. Damit bezog er sich auf die Aussagen von Merz und von Trump. Es gebe derzeit «emotionalen Überlastung absolut aller» und «emotionale Reaktionen».

Gleichzeitig bestätigte Peskow, dass der Kreml nichts in Richtung Friedensgespräche unternommen hat. Das in Istanbul vor 10 Tagen versprochene Grundlagenpapier müsse «noch vorbereitet werden» und hinsichtlich der Fortsetzung des Verhandlungsprozesses über die Ukraine und ihren Standort gebe es derzeit «kein Verständnis». https://t.me/c/1197363285/164200

WIE RUSSLAND INFORMIERT

Die russischen staatlichen Medien und die diversen «Militärbeobachter» griffen die Worte von Trump auf, aber nur den Teil, in dem der US-Präsident den ukrainischen Präsidenten kritisiert.

Die staatliche Nachrichtenagentur TASS betitelte den Artikel: «Trump: Zelenskyj schafft mit seinen Äusserungen ständig Probleme für die Ukraine»

Und in den Nachrichtensendungen der Fernsehsender „Russia 1“ und „Channel One“ wurden Trumps Worte über Putin mit keinem Wort erwähnt.

NEUER PRÄSIDENT RUMÄNIENS

Nikusor Dan legte den Amtseid als rumänischer Präsident ab. In seiner Rede sagte Dan, dass Rumänien tiefgreifende Veränderungen auf der Grundlage rechtsstaatlicher Prinzipien benötige. Zu den wichtigsten Prioritäten zählte Dan Reformen in den Bereichen Bildung, Gesundheitswesen, Justiz, Wirtschaft, Ökologie und Aussenpolitik. https://t.me/c/1197363285/164193

Der unter dem Pseudonym schreibende «@Trollhunter» zeigte auf, weshalb die rumänischen Wahlen so wichtig waren und zwar für Moskau, für die Ukraine und schliesslich für Europa. Hier eine gekürzte Version seines Textes:

«Mal ehrlich: Niemand weiss genau, wie viele Millionen Moskau in die rumänische Präsidentschaftswahl gepumpt hat, um sich dort einen loyalen Statthalter zu installieren. Sicher ist nur: Es war genug, dass es sich lohnen sollte – und am Ende war es umsonst.

Denn Rumänien war nicht das Ziel. Es war das Werkzeug. Der Hebel, mit dem Russland die Ukraine lahmlegen – und Europa spalten wollte.

Der Plan war brutal simpel: Nicht bombardieren. Blockieren. Nicht mit Panzern, sondern mit Protesten. Nicht mit Raketen, sondern mit Bauern, Schlagzeilen und Wahlen.

Die Strategie: Die Ukraine von ihrer logistischen Versorgung abschneiden. Keine Exporte mehr, kein Nachschub, kein Geld, kein Krieg – so jedenfalls Moskaus Rechnung.

Wer sich die Landkarte anschaut, erkennt sofort das Muster. Die Ukraine grenzt an fünf EU-Staaten: Polen, Slowakei, Ungarn, Rumänien und Moldau. Zwei davon – Ungarn und die Slowakei – sind längst auf Kreml-Kurs. Moldau wankt seit Jahren zwischen Westen und Einflussnahme. Rumänien und Polen waren die letzten Bollwerke. Und genau dort setzte Moskau an.

Wäre Rumänien gefallen, stünde die Ukraine heute umzingelt da – nicht von Soldaten, sondern von Regierungen, die Brücken sperren, Züge blockieren und Lieferungen sabotieren. Der Hafen Constanța ist die strategische Versorgungsarterie der ukrainischen Exportwirtschaft. Von hier aus geht ukrainisches Getreide in den Weltmarkt – und Geld in den ukrainischen Staat.

Dieses Geld finanziert alles: Drohnen, Munition, Sanitätsversorgung, Evakuierungen, Löhne für Soldaten. Wer den Hafen stilllegt, legt das Überleben der Ukraine trocken.

Und das war das Kalkül. Wenn ein NATO-Staat „von innen heraus“ die Ukraine blockiert, braucht Moskau keine Frontlinie mehr. Dann erledigt sich der Krieg durch Verzögerung, Desinteresse und innereuropäischen Streit.

Alles hätte ganz offiziell ausgesehen: Proteste legal. Entscheidungen souverän. Auswirkungen fatal. Kein Schuss, kein Befehl, kein Täter – nur Resultate. Was hier getestet wurde, war kein Einzelfall. Es war ein Szenario für ganz Europa. Nicht Bukarest war das Ziel. Sondern Brüssel. Nicht Rumänien sollte umkippen – sondern die EU sollte sich gegenseitig blockieren.

Dabei liegt die Bedrohung längst in der eigenen Handlungsunfähigkeit. Russland braucht keinen Sieg – nur unseren Stillstand.

Rumänien hat diesmal Nein gesagt. Europa sollte genau hinhören – und sich nicht selbst in Sicherheit wiegen. Die nächste Erschütterung kommt nicht mit Raketen. Sie kommt mit dem nächsten Wahlergebnis.» https://www.facebook.com/story.php?story_fbid=122117006486839354&id=61575180620763

ANGST VOR EINER INVASION

Litauen und Polen sind über eine nur 65 Kilometerlange gemeinsame Grenze miteinander verbunden, welche Fachleute den «Suwałki-Korridor» nennen. An den beiden Enden dieser gemeinsamen Grenze ist Gebiet unter Putins Einfluss: Auf der westlichen Seite die russische Region «Kaliningrad» und auf der östlichen Seite Belarus/Weissrussland.

Gemäss der deutschen Tageszeitung «Bild» verlassen Anwohner auf der polnischen und der litauischen Seite der Suwalki-Korridors die Gegend, weil sie sich vor einem russischen Angriff fürchten. Die Angst ist darin begründet, dass die russische Artillerie mit einer Reichweite von 30 Kilometer diesen Korridor militärisch kontrollieren kann. «Bild» bezeichnet diese Gegend als den verwundbarsten Punkt bei der Verteidigung der Ostflanke der NATO. https://www.bild.de/news/ausland/greift-putin-hier-die-nato-an-bild-besuch-im-suwalki-korridor-682b0f8adce96874a8fe5ed1#fromWall

GROSSE MEHRHEIT GLAUBT AN SIEG

Unter den Ukrainern gibt es deutlich mehr Optimisten als Pessimisten. Nur etwa 10 % der Bürger glauben nicht an einen Sieg. Dies erklärte der Direktor der soziologischen Gruppe «Rating», Oleksiy Antipovich, in einem Interview mit der Nachrichtenagentur «RBC-Ukraine».

Einer Umfrage zufolge glauben Anfang März 2025 74 Prozent der Befragten an einen Sieg der Ukraine im Krieg.

30 % derjenigen, die an einen Sieg glauben, antworten, dass die Vertreibung der russischen Truppen aus dem gesamten Gebiet der Ukraine und die Wiederherstellung der Grenzen ab Januar 2014 als Sieg betrachtet werden könne.

Weitere 17 % würden die Zerstörung der russischen Armee und die Förderung einer Rebellion bzw. eines Zerfalls innerhalb Russlands als Sieg betrachten.

Darüber hinaus würden 22 Prozent die Wiederherstellung des Status Quo vor dem 24. Februar 2022 als Sieg betrachten. https://www.rbc.ua/rus/news/absolyutna-bilshist-ukrayintsiv-viryat-peremogu-1748250088.html

Ältere Beiträge nach Monat

#UKRAINE AKTUELL Nr. 1668 (17.9.2026 /8 Uhr)

• Wohnhäuser in 4 Städten angegriffen
• Russischer Hungerterror bei Kherson
• Humanitäres Lager in Kyiv zerstört
• Ukraine griff Flugplatz in Rostow an
• Erneut Brand in einer Grossraffinerie
• Belarus-Manöver nahe der Grenze
• Erweiterte EU: Kanada geht voran
• Erweiterte EU: Australien interessiert
• Erweiterte EU: Trump reagiert sauer
• Lawrow droht Europa mit Krieg
• Hetzerin aus EU-Parlament verbannt
• US-Sanktionsgesetz angenommen
• Serbische Schadenfreude bestraft

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#UKRAINE AKTUELL Nr. 1678 (27.9.2026 /8 Uhr)

• Hungernde essen Hunde und Gras
• Russland tötet zunehmend Zivilisten
• Steigende Abschusszahl für Drohnen
• Ukrainer negieren Trumps Wünsche
• 6 Raffinerien in einer Woche attackiert
• Sergei Lawrow behauptet und fordert
• Drohungen gegen baltische Staaten
• Russen wählten Kriegsverbrecher
• 12 geheime Gefangene auf der Krim

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#UKRAINE AKTUELL Nr. 1683 (2.10.2026 /9 Uhr)

• Russische Gefangene beklagen sich
• «Wir mussten unseren Urin trinken»
• Ansprache an die Gefangenen
• Russische Armee verliert Terrain
• Ukrainische Armee erneuert sich
• Explosionen und Feuer in Russland
• Türkische Schwarzmeer-Gespräche
• Putin: «Waffenstillstand ist lächerlich»
• Kasparov greift Trump-Familie an

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#UKRAINE AKTUELL Nr. 1670 (19.9.2026 /8 Uhr)

• Putin enteignet internationale Firmen
• Herbstschlacht im Donbas erwartet
• AFD baut Achse nach Moskau aus
• Trump erreicht Grönland-Abkommen
• USA verkaufen Verteidigungswaffen
• Nicht neutrale Sicherheitspolitik Berns
• Putin lebt ohne Windows im Keller

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UKRAINE AKTUELL Nr. 1688 (7.10.2026 /8 Uhr)

• Strom Abschaltungen in Kyiv
• Raketen treffen Zivilisten
• Der «Pest-Vorfall» von Irkutsk
• USA warnen vor Irkutsk-Reisen
• Tankerbrand vor Sotschi
• Provokationen gegen Lettland
• Autonomer Kampf der Roboter
• Trump begrüsst US-Mediendeal

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#UKRAINE AKTUELL Nr. 1679 (28.9.2026 /8 Uhr)

• Terror gegen Städte seit 33 Tagen
• In 24 Stunden 2’090 Soldaten weniger
• Ukraine lieferte Essen nach Oleshky
• Lehren aus der Operation «Vivaldi»
• Trump will weniger Raffinerie-Angriffe
• Aleksandar Vučić ist zurückgetreten
• Schlappe für Schweizer Isolationisten

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