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DIPLOMATIE IM VATIKAN-STAAT
Einen Tag vor dem für Montag angekündigten Gespräch zwischen Trump und Putin (Siehe «Trumps neuster Plan» https://ukraineaktuell.com/ukraine-aktuell-nr-1180-17-5-25-21uhr/) hat der ukrainische Präsident seine diplomatischen Bemühungen nochmals verstärkt. Er nahm, zusammen mit seiner Frau und einigen wichtigen Ministern, im Vatikan an der Amtseinführung von Papst XIV teil. Danach traf Zelenskyj den Papst, den australischen Ministerpräsidenten und eine US-Delegation.
Im Vatikan wurde Volodymyr Zelenskyj vom neugewählten Papst XIV als erster Staatschef seit seiner Amtseinsetzung empfangen. Nach dem Treffen dankte Zelenskyj dem Vatikan für seine Bereitschaft, «eine Plattform für direkte Verhandlungen zwischen der Ukraine und Russland zu werden. Um echte Ergebnisse zu erzielen, sind wir zum Dialog in jedem Format bereit.»
Zelenskyj schrieb zudem auf seinem Telegram-Kanal: «Für Millionen Menschen auf der ganzen Welt ist der Pontifex ein Symbol der Hoffnung auf Frieden. Und die Autorität und Stimme des Heiligen Stuhls können bei der Beendigung dieses Krieges eine wichtige Rolle spielen.» https://t.me/V_Zelenskiy_official/14247
Kurze Zeit später trafen Zelenskyj, der US-Vizepräsident JD Vance und der US-Aussenminister Marco Rubio in Rom zusammen. Zelenskyj schrieb danach, dass es ein «gutes Treffen» gewesen sei.
Gemäss seinem Telegram erinnerte er die US-Delegation an das ergebnislose Gespräch der Ukrainer mit der russischen Delegation: «Wir besprachen die Verhandlungen in Istanbul, wohin die Russen eine Delegation niedrigeren Ranges entsandten, die keine Entscheidungsbefugnis hatte.»
Mit der US-Delegation wurde gemäss Zelenskyj «die Notwendigkeit von Sanktionen gegen Russland, der bilaterale Handel, die Verteidigungskooperation, die Lage auf dem Schlachtfeld und der künftige Gefangenenaustausch angesprochen.» Wie die amerikanische Regierung die Situation einschätzt, beschrieb Zelenskyj nicht.
Er dankte aber ausdrücklich dem amerikanischen Volk für seine Führungsstärke und nicht etwa der amerikanischen Regierung: «Vielen Dank an das gesamte amerikanische Volk für seine Unterstützung und seine Führungsstärke bei der Rettung von Menschenleben.» https://t.me/V_Zelenskiy_official/14250
TELEFONAT RUBIO – LAWROW
Auf Initiative der amerikanischen Seite – streng nach dem Motto: «Der Kreml lässt sich anrufen» – gab es am Samstag ein Telefonat zwischen Marco Rubio, dem US-Aussenminister und seinem russischen Amtskollegen Sergei Lawrow. Thema war das Treffen zwischen der ukrainischen und der russischen Delegation in Istanbul vom 16.Mai. Danach meldete das russische Aussenministerium, Rubio habe sich positiv zu dem provisorisch vereinbarten grossen Gefangenenaustausch geäussert.
Die russische Agentur RBC schreibt: «Rubio begrüsste die Bereitschaft beider Seiten, ihre eigene Vision für einen Waffenstillstand auszuarbeiten.»
Ausserdem habe Lawrow sich lobend über die USA geäussert: «Lawrow verwies auf die positive Rolle der Vereinigten Staaten, die dazu beigetragen hätten, dass Kiew den Vorschlag des russischen Präsidenten zur Wiederaufnahme direkter Verhandlungen akzeptiert habe.» https://www.rbc.ru/politics/17/05/2025/682885879a7947e3dceae70
Details zum Friedensplan gab Rubio nicht bekannt, dafür nannte der US-Sonderbotschafter für die Ukraine, Keith Kellogg, den ersten Punkt dieses 22 Punkte umfassenden Plans: «Der erste Punkt ist ein umfassender Waffenstillstand, der das Töten sofort beendet». https://x.com/generalkellogg/status/1924130470159155524
Einen eigenen Kurs verfolgt der von Trump eingesetzte US-Sondergesandte für Moskau, Steve Witkoff. Entgegen allen verfügbaren Informationen sagte Witkoff: «Es ist uns gelungen, die Kluft zwischen der Ukraine und Russland zu verringern. Das für morgen geplante Gespräch zwischen Trump und Putin wird sehr erfolgreich sein.» https://t.me/uniannet/164792
Witkoff war schon früher negativ aufgefallen, weil er russische Geschichten unkritisch wiederholte und unter anderem ohne eigenen Dolmetscher, sondern mithilfe des Kreml-Dolmetschers, mit Putin sprach.
KOMMENTAR: Die US-Regierung macht auch nach dem gescheiterten russischen Istanbul-Manöver keinen Druck auf Russland. Dafür liess sich Rubio ein weiteres Mal vom diplomatisch geschulten Kriegsverbrecher Lawrow einlullen.
MOSKAUS RAKETEN-DIPLOMATIE
Russland plant in der Nacht auf morgen Montag den Start einer Interkontinentalrakete RS-24, die eine Reichweite von 9’000 -10’000 Kilometern hat. Diese Warnung veröffentlichte der militärische Geheimdienst der Ukraine – GUR. Die Behörde schreibt gut informiert:
«Um demonstrativen Druck auf die Ukraine sowie die EU- und NATO-Mitgliedstaaten auszuüben und sie einzuschüchtern, beabsichtigt der Aggressorstaat Russland in der Nacht vom 19. Mai 2025 einen „Trainingsstart“ einer Interkontinentalrakete vom Typ RS-24 aus einem „Yars“-Komplex.
Der Start der mit Übungsmunition bestückten Rakete von einem mobilen Bodenkomplex wurde dem 433. Regiment der 42. Division der 31. Armee der strategischen Raketentruppen des Aggressorstaates befohlen. Der Startort ist ein Gebiet in der Nähe der Ortschaft Swerdlowsk in der russischen Region Swerdlowsk.» https://t.me/DIUkraine/5892
Dabei lässt sie auch Ivan Stupak zu Wort kommen. Der ehemalige Mitarbeiter des ukrainischen Geheimdienstes und heute Sicherheitsexperte sagte, dass es erst wieder im Oktober zu weiteren Gesprächen komme und zwar erst nachdem Putin versucht habe, eine Sommeroffensive in der Ukraine durchzuführen: «Auch Trumps Gespräch mit Putin wird nichts nützen, denn er ist ein KGB-Agent. Er wittert Blut, er spürt, dass das Opfer, wenn es anfängt zu treten, gequetscht werden muss», meint Stupak.
«Keine Überredungskünste in Form einer Aufhebung der Sanktionen, einer Anerkennung der Krim als russisch oder dem Versprechen einer gemeinsamen Erschliessung der Arktis werden helfen. Nichts davon hat funktioniert. Daher werden die Feindseligkeiten weitergehen.»
FICO GEGEN SANKTIONEN
Robert Fico, Chef einer linksnationalistischen Partei und slowakischer Ministerpräsident, versteckte seine Nähe zu Moskau bisher nicht. Nun ist er für die Aufhebung der Sanktionen gegen Russland. Sollte ein entsprechendes Referendum in der Slowakei zustande kommen, werde er dies unterstützen.
Laut Fico war Russland während der Sanktionsperiode in der Lage, sich an diese anzupassen, und derartige Einschränkungen hätten lediglich Europa geschadet. «Sanktionen sind wie eine Plage, und ich lehne die Sanktionspolitik ab», sagte er.
Anfang Mai reichten Vertreter der ausserparlamentarischen «Bewegung für die Slowakische Wiedergeburt» eine Petition bei der Kanzlei des slowakischen Präsidenten ein, in der sie ein Referendum über die Aufhebung der Sanktionen gegen Russland forderten. Um berücksichtigt zu werden, müssen 350’000 Unterschriften gesammelt werden. Angeblich seien bereits 400’000 Unterschriften zusammengekommen. https://www.rbc.ru/politics/17/05/2025/6828bdb69a7947ae4872ae5c
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