www.bit.ly/3whDOe4: Gratis-Abo des täglichen Newsletters über den Krieg gegen die Ukraine.
www.ukraineaktuell.com publiziert alle Newsletter seit dem 24. Februar 2022 in vielen Sprachen.
Spenden: «Buy me a Coffee»: https://buymeacoffee.com/aldrovandi oder direkt auf das Schweizer Konto CH07 0824 3117 3705 1200 6 (UA Aldrovandi Mario)
+++++++++++++++++++++++
EIN VERGEUDETER TAG
Heute begannen kurz nach Mittag das Gespräch zwischen der ukrainischen und der russischen Delegation im Dolmabahçe Palast in Istanbul. Dieses erste Treffen begann einen Tag später als geplant und selbst da erschien die russische Delegation mit einer Stunde Verspätung zum Treffen. Die ukrainische Delegation hatte sich schon geschlossen eingefunden, wie man auf dem Bild links sieht. https://t.me/voynareal/114932
Nach zwei Stunden endete dieses Treffen. Vereinbart wurde ein Gefangenenaustausch «in der nächsten Zeit». Keine Einigung gab es zur europäischen und ukrainischen Forderung nach einer Waffenruhe und auch einem Treffen von Putin mit dem ukrainischen Staatspräsidenten Zelenskyj konnte die Moskauer Truppe nicht zustimmen. Der russische Delegationsleiter Wolodymyr Medinski sagte, insgesamt sei man mit dem Ergebnis der Verhandlungen zufrieden. https://t.me/nvua_official/125140
Nach dem Treffen kursierten verschiedene angebliche Zitate aus den Verhandlungen. So wurde berichtet, dass Russland die Anerkennung der Krim als «russisch» verlangt habe (Suspline Media); Russland habe mit der Eroberung der Regionen Sumy und Kharkiv gedroht (The Economist); Russland fordert in Istanbul den Abzug der Truppen der Ukraine von «seinem Territorium» [gemeint sind die 5 ukrainischen Regionen Donezk, Luhansk, Saporischja, Kharkiv und die Krim], um ein Waffenstillstandsabkommen abzuschliessen (Reuters).Der russische Delegationsleiter habe gesagt: Russland ist bereit, ewig zu kämpfen mit dem angeblichen Zitat: «Vielleicht werden einige der hier an diesem Tisch Sitzenden noch mehr ihrer Lieben verlieren» und «Wir wollen keinen Krieg, aber wir sind bereit, ein Jahr, zwei, drei Jahre zu kämpfen – so lange wie nötig.» (The Economist); Ausserdem solle die Ukraine «neutral wie Österreich» sein und keine Entschädigungsforderungen stellen. https://t.me/c/1352726486/98776
Von all diesen Informationen distanzierte sich der Sprecher des ukrainischen Aussenministeriums in genereller Form: «Die Forderungen der Russischen Föderation sind inakzeptabel. Was bei den Verhandlungen vorgefallen sei, werde die Ukraine nicht bekannt geben». Er führte hinzu, dass die ukrainische Delegation gewusst habe, dass alles so bleiben werde, wie es sei, und deshalb standhaft geblieben sei. https://t.me/nvua_official/125169
Die Gespräche zwischen der ukrainischen und der russischen Delegation sollen im Juni weitergeführt werden. Ob Moskau dannzumal eine qualifizierte Delegation schickt, wird sich zeigen.
TERROR GEHT WEITER
In derselben Minute, als in Istanbul die Gespräche am Mittag begannen, schlugen in der Ukraine Raketen ein. Explosionen wurden kurz nach Mittag aus Dnjepr gemeldet.
Die Angriffe gingen auch am Abend weiter. Um 21 Uhr wurde über den Einflug von 50 iranisch-russischen Shahed-Kamikaze-Drohnen in die Nordukraine berichtet. https://t.me/voynareal/114985
Noch während des Gesprächs wurden sieben strategische Bomber der russischen Armee mit Kh-101 Marschflugkörpern beladen. Zwei Tu-95MS wurden vom Luftwaffenstützpunkt Olenya zum Luftwaffenstützpunkt Engels-2 verlegt, um dort Marschflugkörper zu laden. Weitere 5 Bomber sind in der Nähe der Ukraine einsatzbereit. https://t.me/voynareal/114937
EUROPA FÜR DIE UKRAINE
Wesentliche Säulen der Europäischen Union betonten ihre volle Unterstützung für die Ukraine und machten Vorwürfe an Russland:
GROSSBRITANIEN – Regierungschef Keir Starmer: «Putin versucht, den Waffenstillstand zu verzögern, und London wird dies nicht zulassen.» Er betonte die volle Unterstützung für die Ukraine und bezeichnete die Position der Russischen Föderation in den Verhandlungen als «inakzeptabel».
FRANKREICH – Staatspräsident Emmanuel Macron warf der Russischen Föderation vor, die Forderungen der USA, der Ukraine und Europas zu ignorieren: «Moskau hat weder eine Antwort auf den Waffenstillstand gegeben, noch hat es sich bereit erklärt, echte Vereinbarungen zu treffen.»
POLEN – Regierungschef Donald Tusk sagte, Russland habe die Verhandlungen gestört, weil der Kreml sich einem Dialog mit Beteiligung der USA verweigert und erneut inakzeptable Bedingungen gestellt habe.
ITALIEN – Ministerpräsident Giorgia Meloni: «Wir dürfen nicht aufgeben. In den letzten Stunden haben wir gesehen, wer bereit ist, wichtige Schritte für den Frieden zu unternehmen, und wer weniger.» Sie betonte die Notwendigkeit eines Waffenstillstands und von Sicherheitsgarantien für die Ukraine.
DEUTSCHLAND: Bundeskanzler Friedrich Merz warf Moskau vor, die Friedensgespräche zu stören und kritisierte die Russische Föderation für die mangelnden Fortschritte bei diesen Gesprächen.
TRUMPS WACKELKURS
Vier EU-Regierungschefs (Macron, Starmer, Merz, Tusk) und Volodymyr Zelenskyj telefonierten nach den Istanbuler Ereignissen mit Trump. Nach dem Gespräch sagte Zelenskyj, «sollten die Russen einen vollständigen und bedingungslosen Waffenstillstand und Waffenruhe ablehnen, müsse es zu harten Sanktionen kommen. Der Druck auf Russland müsse aufrechterhalten werden, bis Russland bereit sei, den Krieg zu beenden». Zelenskyj sagte aber nicht, was Trump davon hält. https://t.me/c/1269013410/78836
Als Hinweis darauf, dass Trump seine richtungslose Wackelpolitik weiterbetreibt, gibt ein Zitat von Donald Tusk. Der polnische Regierungschef sagte nach dem Telefon mit Trump: «Es erwarten uns noch sehr schwierige Tage.» https://t.me/c/1352726486/98773
Macron sagte nach dem Telefongespräch, Trump beabsichtige, die Ergebnisse der Gespräche mit Moskau in den nächsten Stunden oder Tagen zu besprechen, um die Situation zu klären und zu versuchen, voranzukommen. https://t.me/operativnoZSU/181165
Trump sagte in seinem Regierungsflugzeug den Medienvertretern, dass er Putin anrufen könne: «Wir müssen uns treffen. Wir werden uns mit ihm treffen. Ich denke, wir werden dieses Problem lösen, vielleicht auch nicht, aber zumindest werden wir es wissen. Und wenn wir es nicht lösen, wird es sehr interessant.» https://t.me/uniannet/164647
909 LEICHEN AUF DEM HEIMWEG
Im Rahmen der «Repatriierungsmassnahmen» wurden heute die Leichen von 909 ukrainischen Kämpfern und Kämpferinnen in die Heimat zurückgebracht.
Die Toten fielen an folgenden Frontabschnitten: Richtung Kurachiv; Pokrovsky-Richtung; Richtung Bachmut; Richtung Luhansk; Richtung Saporischschja; Sumy-Richtung; Richtung Kharkiv.
Die Rückführungsaktion aus den russischen Leichenhallen war das gemeinsame Werk der ukrainischen Streitkräfte, der Geheimdienste, des Katastrophenschutzes sowie des Hauptquartiers für die Behandlung von Kriegsgefangenen und des ukrainischen Büros für Menschenrechte.
Die ukrainischen Behörden dankten dem Internationalen Komitee des Roten Kreuzes für dessen Unterstützung.
In einem nächsten Schritt werden die Leichen gerichtsmedizinisch obduziert, um mehr über die Todesumstände zu erfahren und identifiziert. Danach übergeben die Strafverfolgungsbehörden die sterblichen Überreste den Familienangehörigen. https://t.me/Koord_shtab/12512
ZITAT DES TAGES
Heute vom John Kenneth Galbraith, einem der einflussreichsten Ökonomen des 20. Jahrhundert und ehemaliger US-Präsidentenberater und Diplomat: «In der Diplomatie gibt es nur wenige feste Regeln, aber eine Regel ist sicher: Wenn ein Politiker erklärt, die Verhandlungen seien fruchtbar gewesen, kann man davon ausgehen, dass sich die Parteien auf nichts geeinigt haben.»
• Maskenpflicht nach Pest in Russland
• Drohnen-Angriffswelle gegen Moskau
• 51% der Raffinerie-Kapazitäten weg
• Westliche Diplomaten bleiben in Kyiv
• Ukrainisches Folteropfer erholt sich
• Diskussion um Echtheit von Bildern
• Yandex Ausfall hat Alltags-Folgen
• 80 russische Internetdienste reduziert
• Trump erfindet neue Waffenruhe
• Russland bombardiert Stromanlagen
• In Kyiv fehlen Strom & Wasser
• US-Wähler vertrauen Trump nicht
• US-Finanzchef kritisiert Europa
• EU gibt weitere 3 Milliarden Euro
• Offiziell keine Pest in Russland
• IT-Zentrum der Sber-Bank attackiert
• Grossangriff auf die Region Saratow
• 500 Drohnen flogen Richtung Moskau
• Russland greift Energieanlagen an
• USA gibt keine Geheimdienstdaten
• Eingeschränkte Starlink-Funktionen
• Kellogg empfiehlt Raffinerie-Angriffe
• Rebellion von 12 US-Senatoren
• 250 russische Soldaten gefangen
• Neuer Erfolg der Vivaldi-Offensive
• Bewohner von Oleshkj eingesperrt
• Angriff auf ukrainische Akademie
• Putin erhöht Anzahl der Soldaten
• Rekordhohes Kreml-Kriegsbudget
• Deutsche Firma «Metro» enteignet
• Russlands Atom-Bunker enthüllt
• Diskussion über Putin-Strafgericht
• EU verschont zwei Oligarchen
• Europa verlängert Sanktionen
• Trump glaubt an einen Deal
• Zelenskyjs New Yorker UNO-Tour
• Litauen und Türkei für Ukraine
• Belege für Wahlfälschung
• Putins Partei erreichte nur 34%
• Kleiner russischer Weizenexport
• Russlands Probleme nehmen zu
• «Nur wenig Zeit zum Aufwachen»
• Auch heute brennt eine Raffinerie
• Kein «Energiefriede» à la Trump
• Zelenskyj in New York eingetroffen
• Kommunisten widersprechen Putin
• Wutanfall wegen Peskow-Aussagen
• Unterirdische Drohnenfabriken
• Schweiz übernimmt EU-Sanktionen
• Politikwechsel für Israel angekündigt
• TV-Aufstand gegen Trump Zensur