Wer täglich und kostenlos über den russischen Krieg gegen die Ukraine informiert sein will, abonniert den Newsletter auf www.bit.ly/3whDOe4
Auf www.ukraineaktuell.com sind alle bisherigen Newsletter seit dem 24. Februar 2022 komplett publiziert und können in verschiedenen Sprachen gelesen werden.
Mit einer Spende können Sie Ihre Wertschätzung für «Ukraine Aktuell» zeigen. Die Kaffeekasse befindet sich hier: https://buymeacoffee.com/aldrovandi
+++++++++++++++++++++++
PAPST BEZIEHT STELLUNG
Während des ersten Sonntagsgebets mit den Gläubigen wandte Papst Leo XIV. seine Gedanken den Ländern zu, die unter dem Krieg leiden, und rief dazu auf, dass es keinen Krieg mehr geben möge und dass in der Ukraine so schnell wie möglich ein wahrer und gerechter Frieden einkehre. Die Agentur «Vatikan News» fasst den Teil der Papstrede zur Ukraine so zusammen:
«Ich trage das Leid des geliebten ukrainischen Volkes in meinem Herzen. Möge alles getan werden, um so schnell wie möglich einen echten, gerechten und dauerhaften Frieden zu erreichen. Mögen alle Gefangenen freigelassen werden und die Kinder zu ihren Familien zurückkehren», rief Papst Leo XIV. nach dem Gebet ‚Königin des Himmels‘ am Sonntag, dem 11. Mai 2025, vor rund 100000 Gläubigen auf dem Petersplatz in Rom aus.
Im Weiteren sprach Leo XIV über das Endes des Zweiten Weltkriegs vor 80 Jahren, die Waffenruhe zwischen Pakistan und Indien und brachte auch seine Betroffenheit über die Ereignisse im Gazastreifen zum Ausdruck. Er forderte für den Gazastreifen eine sofortige Waffenruhe und schnellstmögliche Lieferung humanitärer Hilfe für die notleidende Bevölkerung sowie die Freilassung aller Geiseln. https://www.vaticannews.va/de/papst/news/2025-05/papst-leo-xiv-regina-coeli-jahrestag-2-wk-ukraine-gaza.html
LEO XIV UND DER UKRAINE-KRIEG
Bei der Bekanntgabe seiner Wahl sprach der Papst Leo XIV allgemein vom «Frieden» und bezog bis heute Morgen keine konkrete Position zum Krieg Russlands. Beobachter vermuteten, dass sich der neue Papst diesbezüglich in den Fusstapfen seines Vorgängers und Förderers, des verstorben Papst Franziskus, befinde.
Nun wurde ein Interview aus dem Jahr 2022 ausgegraben und dieses könnte Aufschluss über die Ansichten von Papst Leo zum Krieg geben. Während seiner Amtszeit in Peru verurteilte der damals Bischof Francis Prevost genannte Kirchenmann in einem Interview mit der peruanischen Nachrichtenagentur Semanario Expresión https://www.facebook.com/watch/live/?ref=watch_permalink&v=994520952882429
die «imperialistische» Aggression Russlands gegen die Ukraine. Prevost bezeichnete Russlands Krieg als «eine echte Invasion imperialistischer Natur, bei der Russland versucht, aus Machtgründen Territorium zu erobern».
Jetzt wurden Satellitenbilder veröffentlicht, welche die komplette Zerstörung des Werkes beim Ort Suzemka okumentieren.
Das Werk «Strela» arbeitete eng mit der russischen staatlichen Korporation «Rostec» zusammen, die zahlreiche Unternehmen der russischen Verteidigungsindustrie vereint. Die Produkte des Werks werden in verschiedenen militärischen Systemen verwendet, darunter Radargeräte und elektronische Komponenten für Waffen. https://t.me/kiber_boroshno/11379
Die Ukrainer führen damit konsequent weiter, was sie seit der Verfügbarkeit von Mittelstreckenwaffen tun: Sie zerstörten militärische Schlüsselindustrie, Ölraffinerien und Munitionslager. Derweil die russische Armee mit ihren Drohnen, Artillerie und Gleitbomben meistens zivile Wohnanlagen beschiesst.
PUTINS PSEUDO-ANGEBOT
Am Sonntagmorgen um 1 Uhr Moskauer Zeit richtete sich Putin an nationale und internationale Medien in einer Rede, die direkt am TV übertragen wurde. Zum 30-tägigen Waffenstillstand sagte Putin nicht, aber Russland würde die Ukraine zu direkten Gesprächen ab dem 15. Mai in Istanbul einladen: «Russland ist zu Verhandlungen ohne Vorbedingungen bereit», sagte Putin.
Der Kreml-Chef warf der Ukraine vor, dass sie die von ihm dekretierte, 3-tägige Waffenruhe verletzt hätten unter anderem mit Vorstössen gegen Russland, «ohne militärische Bedeutung». An die europäischen Staaten gewandt, sagte Putin, er freue sich auf die «Wiederherstellung der Beziehungen zu den europäischen Staaten», trotz ihrer «anti-russischen Rhetorik» und der «Ultimaten» an Moskau. https://kyivindependent.com/putin-calls-on-ukraine-to-begin-direct-talks-in-istanbul-next-week-as-victory-day-truce-ends/ Fragen der Journalisten liess Putin nicht zu.
Mit seiner Mitternachtsrede reagierte Putin auf das Ultimatum europäischer Staaten, welche in Abstimmung mit den USA und der Ukraine am Samstag einen sofortigen und bedingungslose 30-tägigen Waffenstillstand ab Montag, 12.Mai forderten.
NEIN ZU PUTINS ZEITSCHINDEN
«Ein bedingungsloser Waffenstillstand geht per definitionem nicht mit Verhandlungen einher», erklärte der französische Präsident Emmanuel Macron. Er sagte dies gegenüber Journalisten bei seiner Rückkehr aus der Ukraine.
«Ich denke, dass dies für die Ukrainer inakzeptabel ist, weil sie keine Gespräche akzeptieren können, während sie weiterhin bombardiert werden», fügte er hinzu.
Volodymyr Zelenskyj nannte die Gesprächsbereitschaft des Kremls positiv, aber erst nach dem Waffenstillstand: «Dies ist ein gutes Zeichen dafür, dass die Russen endlich über eine Beendigung des Krieges nachdenken. Darauf hat die ganze Welt schon sehr lange gewartet. Und der allererste Schritt zur tatsächlichen Beendigung eines Krieges ist ein Waffenstillstand.
Es hat keinen Sinn, die Morde auch nur einen Tag lang fortzusetzen. Wir erwarten von Russland, dass es ab morgen, dem 12. Mai, einen Waffenstillstand bestätigt – einen vollständigen, dauerhaften und glaubwürdigen – und dass die Ukraine zu einem Treffen bereit ist.» https://t.me/V_Zelenskiy_official/14175
Trumps Ukraine Sonderbeauftragter Keith Kellogg schrieb auf «X»: «Zuerst ein bedingungsloser 30-tägiger Waffenstillstand und dann umfassende Friedensgespräche. Nicht umgekehrt.» https://x.com/generalkellogg/status/1921527812852167159
TRUMP BEZIEHT KEINE STELLUNG
Trump äusserte sich nicht deutlich. Wenige Stunden nach Putins Vorschlag schrieb Trump in seinem sozialen Netzwerk Truth Social: «Ein potenziell grossartiger Tag für Russland und die Ukraine! Denken Sie an die Hunderttausenden von Menschenleben, die gerettet werden, wenn dieses endlose „Blutbad“ hoffentlich ein Ende findet. (…) Ich werde weiterhin mit beiden Seiten zusammenarbeiten, um sicherzustellen, dass dies geschieht. Die USA wollen sich stattdessen auf den Wiederaufbau und den Handel konzentrieren. Eine GROSSE Woche steht bevor!» https://truthsocial.com/@realDonaldTrump/posts/114487210304050642
DAS NOTWENDIGE PUTIN-TRIBUNAL
Am Freitag verabschiedeten Vertreter von 40 Regierungen in der ukrainischen Stadt Lviv/Lemberg eine gemeinsame Erklärung zur Errichtung eines Tribunals gegen den russsischen Aggressionskrieg. https://ukraineaktuell.com/ukraine-aktuell-nr-1172-9-5-25-21uhr
Einer der Initiantinnen ist Oleksandra Matviichuk, Ukrainerin, Friedensnobelpreisträgerin 2022 («Center for Civil Liberties») und führende Menschenrechtsaktivistin. Sie schreibt:
«Im Mai 2022 verliess ich Kyiv zum ersten Mal seit der umfassenden Invasion und begab mich auf eine Lobbyreise. Dort formulierte ich eine unserer Kernforderungen: die Einrichtung eines internationalen Tribunals zur Verfolgung Putins und seines inneren Kreises. „Tribunal für Putin“ ist der Name unserer gemeinsamen Initiative mit Partnern, in der wir über 84’000 Fälle von Kriegsverbrechen dokumentieren. Im Laufe der Jahre haben ukrainische zivilgesellschaftliche Organisationen diese Idee auf unzähligen Plattformen gefördert und die Bemühungen der ukrainischen Regierung innerhalb der Kerngruppe von fast 40 Nationen unterstützt. Zu lange hat die Welt die russische Aggression durch die Brille der Nürnberger Tribunale betrachtet – wo Nazi-Kriegsverbrecher erst nach dem Zusammenbruch des Regimes bestraft wurden. Doch Gerechtigkeit darf nicht das ausschliessliche Privileg der Sieger sein. Wir leben in einem neuen Jahrhundert und müssen nicht warten, bis der Krieg vorbei ist. Deshalb muss das Sondertribunal jetzt stattfinden.» https://x.com/avalaina/status/1920832032193622173
STALIN-DENKMAL IN MELITOPOL
Die derzeit besetzte Stadt Melitopol litt wie viele andere Orte in der Ukraine unter dem «Holodomor». Damals (1932 und 1933) starben aufgrund der bewusst betriebenen Hungerpolitik des sowjetischen Diktators Josef Stalin zwischen 3 und 7 Millionen Ukrainer. Der «Holodomor» («Qualvoller Hungertod») ist heute als Völkermord/Genozid von vielen Staaten anerkannt, darunter die Schweiz (seit 2024), Australien, Belgien, Bulgarien, Deutschland, baltische Staaten, Frankreich, Georgien, Kanada, Kolumbien, Mexiko, Peru, Polen, Portugal, Tschechien, Ungarn, der Vatikan und Kroatien. https://de.wikipedia.org/wiki/Holodomor
Die Sowjetunion und ihre faschistische Nachfolge im Kreml haben den Holodomor nie anerkannt. In dieser Woche wurde ein Denkmal für Stalin in der derzeit besetzten ukrainischen Stadt Melitopol aufgestellt. Die ukrainische Medienplattform Nexta schreibt «Russki Mir [Russischer Friede]: Der Herrenkult». https://x.com/nexta_tv/status/1920870995885195496
• Maskenpflicht nach Pest in Russland
• Drohnen-Angriffswelle gegen Moskau
• 51% der Raffinerie-Kapazitäten weg
• Westliche Diplomaten bleiben in Kyiv
• Ukrainisches Folteropfer erholt sich
• Diskussion um Echtheit von Bildern
• Strom Abschaltungen in Kyiv
• Raketen treffen Zivilisten
• Der «Pest-Vorfall» von Irkutsk
• USA warnen vor Irkutsk-Reisen
• Tankerbrand vor Sotschi
• Provokationen gegen Lettland
• Autonomer Kampf der Roboter
• Trump begrüsst US-Mediendeal
• Zelenskyj fühlt sich von Trump verraten
• Starlink wieder teilweise in Betrieb
• Musk sagt, Trump ist verantwortlich
• US-Politiker kritisieren Beschränkungen
• Ex-US-Vizepräsident Pence macht Druck
• Kräftemessen um Raffinerie-Angriffe
• Russen töten Zivilisten in zwei Städten
• Unfähige Sprecherin der US-Regierung
• Beat Heri: Der besondere Kommentar
• Russlands Armee tötete 22 Schlafende
• 3 Generationen ausgelöscht
• Ukraine ist wehrlos gegen Raketen
• Trump gratulierte Putin zum Geburtstag
• Serie ukrainischer Gegenschläge
• Yandex, Raffinerien und Fabrik als Ziel
• Kreml-Blogger anerkennt Front-Erfolge
• Russland an der Front «ohne Schwung»
• NATO-Spitze tagt in Kyiv
• Litauen verlegt 100 Soldaten an Grenze
• Flugzeuge & Helis attackiert
• Grosse Ölraffinerie abgestellt
• Angriffe in der zweiten Front
• Russische Zange zerschlagen
• Grausamer Winter in Sicht
• Russen rekrutieren Kinder
• 3,3 EU-Milliarden für Waffen
• Spekulationen um Merz-Rückzug
• Trump will rasche Moskau-Deals
• Ukrainer heiraten trotz allem