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DAS GEFÄHRLICHE LEBEN
Das Leben in der Ukraine ist seit Beginn der Waffenstillstandsgespräche gefährlicher geworden. Das schreibt die «New York Times» und nennt folgende Zahlen:
Allein in den ersten 24 Tagen des Aprils wurden infolge von Feindseligkeiten 848 Zivilisten getötet oder verletzt – ein Anstieg von 46 Prozent gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres.
In diesem Jahr verliessen aufgrund der Feindseligkeiten 40’000 Menschen die Frontgebiete in den Regionen Cherson, Kharkiv, Donezk und Sumy.
Seit Trumps erstem „Friedens“-Aufruf an Putin und dann an Zelenskyj hat die Russische Föderation in nur 30 Tagen 4’694 Raketen und Drohnen auf die Ukraine abgefeuert. Vor solchen Gesprächen war die Zahl der über der Ukraine abgefeuerten Ziele halb so hoch.
Auch heute Abend greifen russisch-iranische Drohnen wieder die ostukrainische Stadt Kharkiv an.
GROSSANGRIFF AUF DIE KRIM
In der Nacht auf heute führte die ukrainische Armee einen kombinierten Angriff auf russische militärische Anlagen auf der Halbinsel durch. Getroffen wurden mehrere Einrichtungen, insbesondere Flugplätze und Raketenbrigaden.
Für den Angriff nutzte die ukrainische eine neuentwickelte Methode, welche schon vor einigen Monaten erfolgreich war. Dabei wurden unbemannte Seedrohnen vor die Insel geschickt und diese Schiffe dienten als Plattform für den Abschuss von Drohnen. Damit gelang es der ukrainischen Armee, die Halbinsel vom weniger bewachten Schwarzen Meer aus anzugreifen.
«Russische Hubschrauber versuchten, in die Operation einzugreifen, aber nachdem die Ukrainer Luftabwehrraketen einsetzten, waren sie gezwungen, das Gebiet wegen der drohenden Zerstörung zu verlassen», berichtet das ukrainische Militär. https://t.me/Crimeanwind/78944
VERSCHIEBUNGEN IN DEN USA
In den USA ist eine kleine Welle von Äusserungen zu vermerken, welche die bisherigen Meldungen aus dem Weissen Haus kontrastieren.
Der für seine Wankelmütigkeit bekannte republikanische Langzeit-Senator Lindsey Graham (Siehe «Der amerikanische Wendehals» https://ukraineaktuell.com/ukraine-aktuell-nr-1103-1-3-25-22uhr/) hat sich mit einem neuen Vorstoss hervorgetan. Dieses Mal zugunsten der Ukraine. Er will im Parlament einen Vorstoss mit «knochenbrechenden Sanktionen» gegen Russland einreichen. Alle Länder, welche von Russland «Öl, Gas und wichtige Produkte» kaufen, sollen mit einem Strafzoll von 500 % belegt werden. Bereits 72 seiner Politikkollegen in Washington würden den Vorschlag unterstützen, meldete Lindsey Graham. https://x.com/Maks_NAFO_FELLA/status/1917839868559863914
Trumps Ukraine-Sondergesandter Keith Kelloggs äusserte sich in FoxNews zu den bisherigen Erfolgen Russlands: Russland werde den Krieg nicht gewinnen. In den letzten anderthalb Jahren habe Russland keine ernsthaften Siege errungen – keine Einnahme Kiews, keine Fortschritte westlich des Dnipro und keine Einnahme Odessas. Russland haben Hunderttausende Soldaten verloren zugunsten von minimalen Fortschritten. Video: https://x.com/i/status/1917885538238865474
Gemäss der Nachrichtenagentur Bloomberg berät das Weisse Haus darüber, wie es den Druck auf Russland erhöhen kann. Eine Entscheidung sei jedoch noch nicht gefallen: Es liefen diplomatische Verhandlungen. Zuvor hatte der US-Präsident mit der Einführung neuer Sanktionen und weiterer Beschränkungen gegen Russland gedroht, darunter auch Massnahmen gegen Banken. https://www.bloomberg.com/news/articles/2025-05-02/trump-team-has-prepped-options-for-pressuring-russia-to-end-war
DAS LETZTE AUFGEBOT
Der Kreml bereitet sich auf die «Siegesparade» vom 9.Mai in Moskau vor. Gewöhnlich wird dort das Beste vom Besten der russischen Armee gezeigt. Allerdings liegt vieles davon als Schrott auf ukrainischen Feldern. Weil die russische Armee zu wenig funktionierende Panzer hat, werden aktuell Kriegsgeräte aus Kasachstan in die russische Hauptstadt gebracht. Diese sind mit Georgievskiye (Heilliger St.Georg)-Bändern geschmückt und rattern durch Moskau.
Mit Kasachstan ist Russland über das Militärbündnis OKVS (Organisation des Vertrags über kollektive Sicherheit), ein kleiner Konkurrent zur NATO, verbunden. Video der kasachischen Panzer: https://x.com/i/status/1917497868954255488
Dieses Jahr werden auch chinesische Soldaten auf dem Roten Platz marschieren. Einheiten der chinesischen Armee, ausgerüstet mit Gardeuniformen und Hammer- und Sichel-Fahnen wurden bei den Paradeproben gefilmt. https://t.me/exilenova_plus/7699
Unterdessen verfügt die russische Armee an vielen Frontabschnitten kaum noch über einen funktionierenden Fahrzeugpark. Die Plattform «Exilenova» veröffentlichte eine Truppeneinheit der russischen Armee auf dem Weg an die Front. Die Soldaten sind auf alten Kleinlastwagen zusammengepfercht, andere fahren sogenannte «chinesische Golfcars» oder Motorräder. (Ort und Zeitpunkt sind nicht bekannt, aber «Exilenova» ist für verlässliche Informationen bekannt). https://t.me/exilenova_plus/7705
SYMBOLIK HINTER VIKTORIIAS TOD
«Форум свободной России» / «Forum der freien Russen» ist nach eigenen Angaben die «grösste Plattform der russischen Opposition». Sie wurde vor 9 Jahren von den russischen Politikern Garri Kasparow und Iwan Tyutrin gegründet.
«Der grausame Mord an Viktoriia Roshchyna ist nicht nur eine Gräueltat. Vielleicht ist dies eine codierte Botschaft von Putins Freaks. Alexander Nevzorov liest es so: Du kannst nicht denken, du kannst nicht sprechen, du kannst nicht sehen. Deshalb wurden die Körperteile gelöscht, die für Bewusstsein, Sprache und Vision verantwortlich sind. All das wird mit Absicht und Demonstration gemacht.
Die zivilisierte Welt existiert dank Regeln, die tierische Instinkte unterdrücken. Aber für Putins Russland gibt es keine Regeln mehr. Jetzt können sie alles machen – der Führer ist für sie verantwortlich. Man kann die Spielplätze mit Raketen bombardieren, man kann Geiseln töten, denn das kostet sie nichts. (…)
Lassen Sie mich daran erinnern, dass von den sechs Millionen Juden, die im Holocaust gestorben sind, mindestens ein Drittel nicht in Lagern getötet wurde, sondern durch die Hände solcher „gewöhnlichen“ Menschen, die sich in Monstern verwandelten.
Das gleiche passiert jetzt mit Russland. Gräueltaten sind zur Norm und Routine geworden. Deshalb wird Putin den Krieg nicht stoppen. Er kann nicht zulassen, dass Millionen von wilden Monstern nach Hause zurückkehren – mit tierischen Instinkten und ohne Wachleute. Sie werden in Russland genau das tun, was sie in der Ukraine getan haben. Dieses Material muss ständig aktualisiert und konsumiert werden, d.h. der Krieg muss weitergehen…» https://www.facebook.com/story.php?story_fbid=697357316156268
Hingewiesen wurde von der FAZ auf einen Text, der Anfang April auf der Webseite der «Weltwoche Deutschland» und «Weltwoche Schweiz» erschien. Der Text stammte integral vom russischen Propaganda-Medium RT (Russia Today) und war angeblich von Petr Lawrenin einem «Journalisten aus Odessa» erstellt worden. Über diesen Herrn fand die FAZ keine verfolgbare Spur.
Im Text wurde das russische Massaker in der ukrainischen Stadt Bucha in Zweifel gezogen. Unter anderem wurde fälschlicherweise behauptet, dass dieser Massenmord von keiner unabhängigen Stelle beurteilt worden sei. Nachdem die FAZ das erste Mal darüber berichtet hatte, verschwand der Text von der deutschen Weltwoche-Webseite, weil Publikationen von russischen Propaganda-Medien in Deutschland verboten sind.
Auf Fragen von Journalisten schweigt Putins Zürcher Propagandaorgan. Nicht beantwortet wurden die Fragen der FAZ und wie heute bekannt wurde, auch nicht die Fragen des Zürcher «Kleinreports», einem Fachmagazin der Schweizer Kommunikationsindustrie. Der Kleinreport schreibt, dass er bereits vor vier Wochen einen «umfangreichen Fragenkatalog» an Roger Köppel geschickt und bisher keine Antworten erhalten habe. Der Kleinreport: «Selten war Schweigen so lautstark wie in diesem Fall bei der «Weltwoche».» https://kleinreport.ch/news/das-lautstarke-schweigen-der-weltwoche-106112/
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