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DIE DUMMEN WORTE DES TAGES
Trump liess sich heute Mittag in seinem Büro im Weissen Haus filmen und beantwortete Fragen von Reportern. Für seinen Lieblingssender «FoxNews» war das ein Grund für «Breaking News» und die integrale Live-Übertragung.
Eine Reporterin fragte: «Russland greift die Ukraine weiterhin an. Planen Sie, Sanktionen zu verhängen?» Trump: «Nun, sie bekämpfen sich gegenseitig.»
KOMMENTAR: Nein Herr Trump. Sie bekämpfen sich nicht gegenseitig. Sondern Russland greift seit 3 Jahren ein souveränes Land an und die Ukraine verteidigt sich gegen diesen faschistischen Angriff. Das ist nicht dasselbe wie «They fight each other.» https://t.me/c/1198589840/112000
RUSSLANDS MASSENANGRIFFE
Putin versprach diese Woche die ENERGIE-Anlagen der Ukraine zu schonen und die USA sagten, Putin habe versprochen keine INFRASTRUKTUR-Anlagen aus der Luft anzugreifen. [Infrastruktur umfasst auch Wasserleitungen, Strassen oder Krankenhäuser.]
Eingehalten wird nicht einmal das minimale Versprechen von Putin. In der Nacht auf heute griffen 214 russisch-iranische Drohnen die Regionen Odessa, Chmelnyzkyj, Sumy und Kyjv an.
Von diesen mit Sprengstoff beladenen Geräten schoss die ukrainische Luftverteidigung 114 Exemplare ab. 81 Drohnen kamen nicht an, sondern verloren die Orientierung und stürzten ohne grössere Schäden zu verursachen ab.
19 Drohnen erreichten ihre Ziele und richteten Schaden an. In Odessa brachen mehrere Brände aus. Der Telegram-Kanal «Realer Krieg» schrieb: «Rassisten verwandelten die Strassen von Odessa in eine Hölle. Buchstäblich jedes Viertel steht derzeit in Flammen. Die Menschen versuchen, aus dem Feuerkorridor an einen sichereren Ort zu gelangen. Die Zahl der Ukrainer, die unter der Gewalt der Russen leiden, steigt von Minute zu Minute.» https://t.me/c/1198589840/111950
Heute Freitagabend sind wieder viele russische Drohnen in den ukrainischen Luftraum eingedrungen. Da, wo sie einschlagen, explodiert ihre Ladung, was zu Bränden führt. Feuersbrünste werden zurzeit aus Kyjv und Saporischja gemeldet. https://t.me/uniannet/160700
GASLEITUNG ATTACKIERT
In der Region Kursk wurde die Messstation der Gaspipeline in Brand gesteckt. Ein erster Verdacht fiel auf die ukrainische Armee. Der Generalstab der Ukraine wies dies jedoch zurück und schrieb heute Abend: «Die Russische Föderation verschärft ihre Diskreditierungskampagne gegen die Ukraine. Ja, der Feind beschuldigte unsere Verteidigungskräfte, die Gasmessstation „Sudzha“ beschossen zu haben. Diese Anschuldigungen sind haltlos.» Die Russen hätten die Anlage im letzten Sommer beschossen, als die Ukrainer in die Region Kursk eindrangen und wiederum vor drei Tagen mit Marschflugkörpern. Der heutige Angriff auf die Station sei mit russischer Artillerie erfolgt.
Der ukrainische Generalstab schreibt: «Die Russen produzieren weiterhin zahlreiche Fälschungen und versuchen, die internationale Gemeinschaft in die Irre zu führen.» https://t.me/GeneralStaffZSU/22213
ERFOLGREICHE ATTACKE
Begleitet von Trauermusik veröffentlichen russische Militärblogger die Fotos eines strategischen Bombers TU-95SM und die Fotos von zwei Piloten dieses Flugzeuges. Die beiden Angehörigen von Putins Armee seien beim Angriff der Ukraine auf den russischen Militärflugplatz Engels-2 am Donnerstagmorgen ums Leben gekommen. Ob auch das Flugzeug zu Schaden kam, wurde nicht bekannt gegeben.
Heute veröffentlichte Satellitenaufnahmen von MAXAR zeigen das Ausmass der Schäden, welche der Angriff der Ukrainer auf ein Munitionslager von «Engels-2» verursacht hat. Mehrere Gebäude sind komplett zerstört, respektive existieren nicht mehr. In den Lagerhallen befanden sich gelenkte Bomben, gewöhnliche Flugbomben und Marschflugkörper, welche für den Terror gegen die Ukraine dort lagerten. (Fotos im Newsletter. Abo hier: www.bit.ly/3whDOe4)
AKW-SAPORISCHJA: LÜGEN & FAKTEN
Am Mittwoch diese Woche telefonierten Trump und der ukrainische Präsident Volodymyr Zelenskyj miteinander. Nach dem Gespräch sagte das Weisse Haus, dass die USA ein Interesse daran hätten, alle Energieanlagen der Ukraine zu besitzen. Diese Aussage korrigierte Zelenskyj: Man habe nur über das AKW Saporischja gesprochen. Zelenskyj: «Der Präsident fragte mich, ob es eine Übereinkunft gäbe, dass Amerika es wiederherstellen könnte, und ich sagte ihm ja, wenn wir es modernisieren und Geld investieren könnten.» Damit widerlegte Zelenskyj Trumps Lüge, aber das ist nur ein Detail.
Hier zwei Gedankenstränge, die auf der Nachrichtenagentur Reuters beruhen und auf einem Kurztext des Telegram-Kanals «Realer Krieg» (1,47 Mio. Abonnenten).
ERSTENS: Der Zustand des AKW-Saporischja: Das Atomkraftwerk besteht aus 6 Blöcken, ist eine der grössten Nuklearanlagen Europas und lieferte vor dem Krieg 20% der ukrainischen Energie plus Energie ins europäische Stromnetz. Die Russen besetzten es mit ihrem Überfall im Frühling 2022. Seither ist das AKW abgestellt. Die Russen versuchten, die Anlage an ihr Stromnetz anzuschliessen, was misslang. Im Sommer 2022 bombardierten die Russen die Stauseemauern des Kakhovka-Stausees, um eine Gegenoffensive der Ukrainer zu bremsen. Darauf verlor der Stausee sein Wasser und das AKW hatte nicht mehr genug Kühlwasser. Seither wurde das AKW runtergefahren und wird notfallmässig gekühlt. Eine Reparatur und Wiederinbetriebnahme eines einzelnen Blocks würde ein Jahr dauern und für die gesamte Anlage braucht es vier Jahre. Eine US-Übernahme wäre also erst nach Trumps Amtszeit ein langsam anlaufendes Geschäft.
ZWEITENS: Was eine Übernahme des AKW’s durch die USA bedeuten würde: Um das AKW betreiben zu können, benötigen die Amerikaner einige wesentliche Kontrollgebiete, die derzeit von den Russen besetzt sind. Dazu gehört das benachbarte Wärmekraftwerk, die benachbarten Siedlungen, einschliesslich der von Russland besetzten Stadt Energodar (53’500 Einwohner vor dem Krieg) und einen Strassenkorridor zur ukrainischen Stadt Saporischschja für den Nachschub mit Service-Material und Brennstäben. Der Anspruch der USA auf das Kernkraftwerks Saporischja würde also bedeuten, dass mehrere Tausend Quadratkilometer des derzeit besetzten ukrainischen Territoriums unter die Kontrolle der USA fallen würden. Es ist also verständlich, dass Zelenskyj dem herumfantasierenden Trump das Angebot gemacht hat, sich an der Anlage zu beteiligen. https://www.reuters.com/world/europe/financial-folly-or-pressure-tactic-trump-eyes-ukraines-occupied-nuclear-plant-2025-03-20/ und https://t.me/c/1198589840/111975
RUSSISCHE WAFFEN-TRANSPORTE
Russland hat wahrscheinlich ihre gesamte Militärausrüstung aus Syrien in die Ukraine verschoben. Sie wurden in einem grossen Konvoi durch den Ärmelkanal transportiert. An der Verschiffung beteiligt waren die «Olexandr Shabalin» sowie die Frachter «Sparta IV» und «Northern Lights». Die «Shabalin» unterliegt internationalen Sanktionen, da sie bisher Artilleriegeschosse aus Nordkorea nach Russland verschoben hat.
Die Beobachtung wurden von der Analystengruppe «OSINT (UK Forces Tracker und Navylookout)» gemacht. Die Analysten gehen davon aus, dass damit die gesamte Evakuation von russischem Kriegsmaterial aus dem syrischen Hafen Tartus abgeschlossen ist. https://t.me/c/1198589840/111977
EU KANN SICH NICHT EINIGEN
Die Europäische Union konnte sich nicht auf die Bereitstellung zusätzlicher Militärhilfe für die Ukraine in Höhe von 40 Milliarden Euro einigen. Das berichtet die Europa-Ausgabe des Magazins «Politico». Das Paket war von der EU-Aussenbeauftragten Kaja Kallas entwickelt worden. Es scheiterte am Widerstand vor allem von südeuropäischen Ländern, die sich weniger Sorgen wegen der russischen Bedrohung machen. Aber auch Kallas habe Fehler gemacht und das Projekt politisch zu wenig abgesichert, weshalb es ihr auch nicht gelang, die Unterstützung Frankreichs zu gewinnen.
Als sich die Aussenminister der EU-Staaten am Donnerstag in Brüssel trafen, war das 40-Milliarden Paket auf ein 5-Milliarden Euro Paket geschrumpft. Doch auch über diesen Vorschlag gab es keine Beratungen. Dafür verabschiedeten die 26 Staaten der EU – Ungarn war wieder einmal nicht dabei – eine Erklärung zur Ukraine, in der sie ihre «fortgesetzte und unerschütterliche Unterstützung für die Unabhängigkeit, Souveränität und territoriale Integrität der Ukraine» bekräftigten und versprachen, «der Ukraine weiterhin regelmässige und vorhersehbare finanzielle Unterstützung zu gewähren». https://www.politico.eu/article/military-aid-ukraine-kaja-kallas-ukraine-eu-leaders-rounds-artillery/
BERLIN GIBT 3 MILLIARDEN EURO
Deutschland wird die Ukraine auch in den kommenden Jahren mit milliardenschweren Waffenlieferungen unterstützen. Der Haushaltsausschuss des Bundestags genehmigte am Freitag mit grosser Mehrheit eine sogenannte ausserplanmässige Ausgabe von drei Milliarden Euro für das laufende Jahr. In den drei Jahren danach sollen weitere 8,3 Milliarden fliessen.
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