#UKRAINE AKTUELL Nr. 1069 (27.1.25 / 21Uhr)

  • Brutale Schlachten nahe Bakhmut
  • Zelenskyj vertraut Trumps Taktik
  • Israel liefert keine Waffen nach Kyiv
  • Polen will «Nordstream»-Pipeline weg
  • Ungarn gibt nach – JA zu Sanktionen
  • Kampfjet-Deal Moskau – Teheran
  • Russen bauen Schutzwall um Brücke

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15 KILOMETER IN 9 MONATEN

Zwischen August 2022 und Mai 2023 tobte die Schlacht um die ostukrainische Stadt Bakhmut. Seit dem Frühsommer 2023 versucht die russische Armee weitere Gebiete westlich von Bakhmut zu erobern. Die heute veröffentlichte Karte des US-Militärbeobachters Chuck Pfarrer zeigt, wie wenig weit die Russen damit bisher gekommen sind. Die Distanz zwischen Bakhmut und der noch immer umkämpften Stadt Chasiv Yar beträgt 15 Kilometer.

Zur aktuellen Lage schreibt Pfarrer: «Die Angriffe der Russen auf Mykolaivka, Predtechyne und nördlich von Bila Hora werden abgebrochen. Luftangriffe der Russen trafen zivile Gebiete der Stadt Kostiantynivka.» https://x.com/ChuckPfarrer/status/1883866002234155161/photo/1

«TRUMP VERSTEHT DIE SITUATION»

Der ukrainische Präsident Volodymyr Zelenskyj glaubt, dass US-Präsident Donald Trump über bestimmte Taktiken verfügt, um Russlands Krieg gegen die Ukraine zu beenden. Dies sagte er in einem in einem Interview mit der italienischen Journalistin Cecilia Sali, die kürzlich aus dem Gefängnis im Iran entlassen wurde. https://youtu.be/ISB7siWg-PU

Zelenskyj stellte fest, dass in Trumps Worten ein «Signal eines starken Mannes» liege und er keine «Schüsse in die Luft» abfeuere, sondern sofort eine direkte Botschaft über seinen Wunsch sende, den Krieg zu beenden.

«Er [Donald Trump] sagt, er wolle den Krieg wirklich beenden. Wir kennen noch nicht alle Details, und ich glaube nicht, dass Präsident Trump selbst alle Details kennt. Es hängt alles davon ab, welche Art von gerechtem Frieden wir erreichen können und ob Putin will, dass der Krieg grundsätzlich endet. Meiner Meinung nach will er das nicht». Zelenskyj fügte ausserdem hinzu, dass Trump die Komplexität der Situation verstehe und «einfach sagt, dass sie beendet werden muss, weil sie noch schlimmer werden wird». https://nv.ua/ukr/world/geopolitics/zavershennya-viyni-v-ukrajini-zelenskiy-zayaviv-shcho-yomu-podobayetsya-taktika-trampa-50485054.html

ISRAEL HILFE = FAKE NEWS

«Israel hat begonnen, die Ukraine mit im Libanon erbeuteten Waffen sowjetischer und russischer Produktion zu beliefern.» Dies schrieb gestern die britische Zeitung «The Telegraph». Aus den Zeiten der UdSSR, respektive Russlands stammen etwa 60 Prozent der von Israel im Kampf gegen die Hisbollah erbeuteten und gelieferten Waffen, hiess es. https://www.telegraph.co.uk/world-news/2025/01/26/israel-sends-weapons-captured-from-lebanon-to-ukraine/

Dieser Darstellung widersprach Michail Brodsky, seit 2020 Botschafter Israels in der Ukraine. Brodsky sagte, dass Israel keine in Russland hergestellten Waffen an die Ukraine übergeben werde, die es von seinen Feinden beschlagnahmt habe. Ihm zufolge handelte es sich dabei nicht um eine Initiative Israels, sondern um eine private des Knesset-Abgeordneten Sharren Haskel: «Das israelische Verteidigungsministerium hat eine solche Entscheidung nicht getroffen.» Botschafter Brodsky erklärte, warum Israel der Ukraine keine militärische Unterstützung leistet: «Was die Frage der militärischen Unterstützung der Ukraine betrifft: Ja, Israel leistet der Ukraine keine militärische Unterstützung. Aus verschiedenen Gründen ist der Hauptgrund die Zurückhaltung, unsere Kontakte mit Russland abzubrechen, die Zurückhaltung, unsere Sicherheit aufs Spiel zu setzen, weil wir verstehen, dass dies sehr schwerwiegende Folgen für die Sicherheit Israels haben könnte.» https://t.me/c/1269013410/75707

«NORDSTREAM ABBAUEN»

Der polnische Präsident Andrzej Duda forderte den Abbau der russisch-europäischen Gaspipelines «Nord-Stream 1» und «Nord-Stream 2».  Selbst nach einem Friedensschluss Moskaus mit der Ukraine könne die russische Gaslieferung nach Europa nicht wieder aufgenommen werden, glaubt Duda. Seiner Meinung nach wird ihr Beginn eine wirtschaftliche Bedrohung für die mitteleuropäischen Länder darstellen. In einem Interview mit dem britischen Sender BBC sagte Duda: «Ich kann nur hoffen, dass die europäischen Staats- und Regierungschefs ihre Lektion lernen […] und beschliessen, nie wieder Gas durch diese Pipelines zu pumpen. <…> Nord Streams müssen abgebaut werden», sagte er.

Laut Duda stellen diese Pipelines eine «sehr grosse Bedrohung» für die Ukraine, Polen, die Slowakei und andere mitteleuropäische Länder dar. «Dies ist eine Bedrohung aus energetischer Sicht, aus militärischer Sicht, aber es ist auch eine enorme wirtschaftliche Bedrohung, weil es im wirtschaftlichen Sinne die russische Vorherrschaft über Europa bedeutet», sagte der polnische Präsident. https://www.rbc.ru/politics/27/01/2025/6797bf279a794708ee1aa7ab

UNGARN GIBT DRUCK NACH

Ungarn ist mit einer Verlängerung der EU-Sanktionen gegen Russland einverstanden. Den monatelang anhaltenden Widerstand gegen die Europäische Union fiel heute weg. Im Gegenzug erhielt Ungarn die Zusicherung, dass seine Energieversorgung von der EU gesichert werde.

Der mit Moskau sympathisierende Regierungschef Viktor Orban hatte zuvor gefordert, dass die Ukraine eine jüngst geschlossene Pipeline wieder öffnet, die bis dahin russisches Erdgas nach Mitteleuropa und damit auch nach Ungarn befördert hatte.

Gestern hatte der polnische Regierungschef Donald Tusk auf «X» geschrieben, dass Ungarn «Konsequenzen» drohen, wenn sie den Widerstand gegen die EU-Sanktionen aufrechterhalten. https://ukraineaktuell.com/ukraine-aktuell-nr-1068-26-1-25-19uhr/

In einer ersten Reaktion schrieb der ukrainische Präsident Zelenskyj: «Wir begrüssen die heutige Entscheidung der EU, die Sanktionen gegen Russland um weitere sechs Monate zu verlängern. Es ist von entscheidender Bedeutung, weiterhin Druck auf Putin auszuüben, da Sanktionen zu diesem Zweck nach wie vor eines der wirklich wirksamen Instrumente sind.» https://x.com/ZelenskyyUa/status/1883899387631358436

KAMPFJET DEAL MOSKAU-TEHERAN

Der Iran habe eine Charge russischer Su-35-Kampfflugzeuge erworben, sagte Ali Shadmani der stellvertretende Chef des Hauptquartiers der iranischen Streitkräfte: «Wann immer es nötig ist, tätigen wir militärische Einkäufe, um unsere Luft-, Land- und Seestreitkräfte zu stärken», sagte er.

Die Su-35 gilt als sehr manövrierfähiges Mehrzweck-Jagdflugzeug der sogenannten vierten Generation. Das Flugzeug ist für die Zerstörung von Luft-, Boden- und Bodenzielen sowie von Luftverteidigungssystemen bestimmt, die sich in beträchtlicher Entfernung vom Heimatflugplatz befinden.

Dem Kauf war ein jahrelanges Seilziehen auf diplomatischer Ebene vorausgegangen. Im Oktober 2020 hatte die UNO ihr Waffenembargo gegen den Iran aufgehoben – trotz der Einwände der USA unter dem damaligen Präsidenten Trump. Im Frühling 2023 gab Teheran den Kauf der Flugzeuge bekannt, ohne eine Anzahl der Objekte zu nennen.  https://www.entekhab.ir/fa/news  

SCHUTZWALL FÜR KRIM-BRÜCKE

Die Sprengung der illegal errichteten Brücke zwischen dem russischen Festland und der von Russland besetzten ukrainischen Krim ist ein bekanntes Ziel der ukrainischen Führung. Die Russen haben insbesondere Angst vor den wendigen Überwasserdrohnen, welche Sprengstoff ins Ziel bringen können.

Gegen die geplante Sprengung will sich die Russische Föderation schützen und baut einen Wall aus Schleppern vor der Brücke. Es handelt sich um 17 einzelne Schiffe, welche den Zugang zur Brücke vom Schwarzen Meer aus verhindern sollen. Das zeigen heute aufgenommene Satellitenbilder.

Im Oktober gab es 36 solcher Lastkähne, dann wurden sie durch Herbststürme auseinandergetrieben. Seit Ende Dezember ist Russland damit beschäftigt, die Schutzbauten der Kertsch-Brücke nach Unwettern wiederherzustellen. https://t.me/Crimeanwind/73963

Ältere Beiträge nach Monat

#UKRAINE AKTUELL Nr. 1678 (27.9.2026 /8 Uhr)

• Hungernde essen Hunde und Gras
• Russland tötet zunehmend Zivilisten
• Steigende Abschusszahl für Drohnen
• Ukrainer negieren Trumps Wünsche
• 6 Raffinerien in einer Woche attackiert
• Sergei Lawrow behauptet und fordert
• Drohungen gegen baltische Staaten
• Russen wählten Kriegsverbrecher
• 12 geheime Gefangene auf der Krim

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#UKRAINE AKTUELL Nr. 1667 (16.9.2026 /7 Uhr)

• Erfolgreiche ukrainische Offensive
• General und «Held Russlands» tot
• Marschbefehl für russische Opposition
• Russische Provokation bei Norwegen
• Polen verstärkt seine Grenzen
• Zwei Angriffe auf Zelenskyjs Flugzeug
• Kritische Finanzlage in der Ukraine
• Der kriminelle Financier von Trump Jr.
• Streit um Sanktionen gegen Russland

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#UKRAINE AKTUELL Nr. 1682 (1.10.2026 /8 Uhr)

• Trump beschuldigt und blockiert
• Kramatorsker Zivilisten evakuiert
• Zelenskyj war an der Lyman-Front
• 170 Quadratkilometer befreit
• 1’000 bewaffnete Bodenroboter
• «Strasse des Todes» im Fokus
• Kreml droht NATO mit A-Waffen
• Kreml: «Keine politischen Häftlinge»
• Vor 85 Jahren: Babyn Yar Massaker

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#UKRAINE AKTUELL Nr. 1672 (21.9.2026 /8 Uhr)

• Ukraine griff mit eigenen Waffen an
• Moskauer Raffinerie stillgelegt
• Kasparow unterstützt die Ukraine
• Trump möchte Angriffs-Stopp
• US-Demokrat schreibt Trump
• Russische Angriffe auf Zivilisten
• Ukrainische Stahlindustrie kaputt
• Spekulationen über NATO-Angriff
• Putins Partei gewinnt haushoch

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#UKRAINE AKTUELL Nr. 1690 (9.10.2026 /8 Uhr)

• Russische Armee greift Infrastruktur an
• Klitschko: «Kyiv im Überlebensmodus»
• Russische Rakete tötet 35 Zivilisten
• Brand in grösster russischer Raffinerie
• Neuer Drohnen-Distanzrekord: 2’700 km
• Grosses Yandex-Datenzentrum kaputt
• «Strasse des Todes» wieder im Fokus
• US-Senatoren fordern rasches Handeln
• Zelenskyj kritisiert die Trump-Regierung
• Südkorea liefert Diesel nach Russland
• Kreml fordert Verhaftung von Richtern

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