UKRAINE AKTUELL Nr. 1041 (30.12.24 / 21Uhr)

  • Kriegsgefangene ausgetauscht
  • Auch AZOV-Gefangene sind frei
  • Zelenskyj entlässt hohe Beamte
  • 2,5 Milliarden $ aus den USA
  • 15 Milliarden $ aus Russen-Geld
  • Kreml gegen Friedensgespräche
  • Putin ist ein «Looser des Jahres»
  • «Eagle-S» als Täterschiff entlarvt

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KRIEGSGEFANGENEN-AUSTAUSCH

Die Ukraine übergab Russland 150 Kriegsgefangene. Dieselbe Anzahl Ukrainer kam aus russischer Gefangenschaft frei. Dies schrieb das russische Kriegs-/Verteidigungsminsiterium. https://t.me/rbc_news/109998

Volodymyr Zelenskyj berichtete demgegenüber von 189 Ukrainern, die in die Heimat zurückkehren konnten: «Es handelt sich um Militärangehörige: Verteidiger von Azovstal und Mariupol, des Kernkraftwerks Tschernobyl, der Insel Smiinyi und verschiedener Frontabschnitte.

Unter ihnen sind Soldaten, Unteroffiziere und Offiziere. Es handelt sich um Nationalgardisten, darunter Azov-Kämpfer, Grenzschutzbeamte, Truppen der Territorialverteidigung sowie Soldaten der Marine und der Streitkräfte. Zwei in Mariupol gefangen genommene Zivilisten wurden ebenfalls befreit. Alle haben Familien und Freunde, die zu Hause auf sie warten, und es ist eine grosse Freude, dass wir sie zurückbringen konnten. Heute können 189 weitere Familien feiern.» https://x.com/ZelenskyyUa/status/1873756131656368302

11 AZOV-KÄMPFER KAMEN FREI

Unter den heute freigelassenen Ukrainern befinden sich 11 der von den Russen besonders gefürchteten und gehassten Kämpfer der 12. Azov-Brigade. Denys Prokopenko, Anführer von Azov, der die russische Gefangenschaft ebenfalls überlebt hat, schreibt über die heute Freigelassenen: «Sie haben extrem schwierige Erfahrungen durchgemacht, die fast 3 Jahre dauerten: 86 Tage Verteidigung von Mariupol, schwere Kämpfe an der Grenze menschlicher Fähigkeiten, danach Gefängnisse, Verhöre, Folter. Sie gaben nicht auf und kamen als Gewinner aus dieser Hölle heraus. (…) Danke für Euren Mut und Stärke des Geistes.»

Prokopenko verwies darauf, dass auch Azov zum Auffüllen des Tauschkontigents beigetragen habe. So hätten sie 68 Russen in der Gegend Torezk gefangen, «die den Wechselfonds auffüllen. Sie leisten einen enormen Beitrag dazu, unsere Kriegsgefangenen nach Hause zu bringen.» https://www.facebook.com/story.php?story_fbid=515200801569869&id=100092398602398&mibextid=wwXIfr&rdid=5x3D4QzJ5d8FU8kw#

Der Azov-Chef distanzierte sich damit auch von den russischen Kriegsverbrechern, welche in diesem Jahr schon mehrere Dutzend ukrainische Kriegsgefangene erschossen haben.

DREI HOHE BEAMTE ENTLASSEN

Per Dekret entliess Volodymyr Zelenskyj drei ukrainische Beamte in führenden Stellungen.

Es handelt sich um die Chefs der operativen Leitung von Kyiv (Ruslan Kravtschenko) und Poltawa (Philip Pronin), also um die Verantwortlichen für das staatliche Handeln in diesen beiden Städten. https://t.me/uniannet/154990

Entlassen wurde auch der stellvertretende Leiter des Präsidialamtes. Roman Mashovets (FOTO) überwachte im Auftrag des Präsidenten die militärischen Leistungen und war Stellvertreter des mächtigen Chefs des Präsidialamtes, Andrij Jermak. Gestern kamen Gerüchte auf, dass Zelenskyj mit den Leistungen von Mashovets unzufrieden sei. https://t.me/voynareal/106327

2,5 MILLIARDEN $ AUS DEN USA

Das Weisse Haus veröffentlicht auf seiner Webseite https://www.whitehouse.gov/briefing-room/statements-releases/2024/12/30/statement-from-president-joe-biden-on-u-s-support-for-ukraines-defense/) das Statement von US-Präsident Joe Biden: «Ich bin stolz, heute Sicherheitshilfe in Höhe von fast 2,5 Milliarden US-Dollar für die Ukraine ankündigen zu können, während das ukrainische Volk weiterhin seine Unabhängigkeit und Freiheit gegen die russische Aggression verteidigt. (…) Ich habe meine Regierung angewiesen, der Ukraine weiterhin so schnell wie möglich so viel Hilfe wie möglich zukommen zu lassen – einschliesslich der Bereitstellung älterer US-Ausrüstung für die Ukraine, der schnellen Lieferung an die Front und der anschließenden Wiederbelebung der US-Rüstungsindustrie, um unsere Waffenbestände zu modernisieren und mit neuen Waffen aufzufüllen. Das Verteidigungsministerium ist dabei, Hunderttausende Artilleriegeschosse, Tausende Raketen und Hunderte gepanzerte Fahrzeuge zu liefern, die die Position der Ukraine auf ihrem Weg in den Winter stärken werden.»

Das Paket teilt sich auf in 1,25 Milliarden US-Dollar für militärische Hilfe, die in den nächsten Monaten oder Jahren abgerufen werden kann. Das zweite Paket über 1.22 Milliarden US-Dollar fliesst in das Programm «Ukraine Security Assistance Initiative», mit dem zukünftige Waffenlieferungen finanziert werden können.

Gemäss einer Meldung von gestern der Associates Press (siehe «Ukraine Aktuell», Nr, 104) werden Flugabwehrraketensystem und Ein-Mann-Raketen, sowie Artilleriegeschosse der Kaliber 105mm und 155 mm vorrangig geliefert.

15 MILLIARDEN $ RUSSEN-GELD

Die USA werden der Ukraine 15 Milliarden US-Dollar aus den eingefrorenen Vermögenswerten der Russischen Föderation zur Verfügung stellen. Dies gab Joe Biden neben dem neuen Militärpaket – siehe Nachricht oben – bekannt.

Biden kündigte an, dass der Erlös aus den beschlagnahmten Vermögenswerten der Russischen Föderation zur Wiederherstellung der Ukraine verwendet werden soll. https://t.me/c/1269013410/74914

KREML GEGEN GESPRÄCHE

Die russische Führung lehnt jede Form von «Friedensgipfel» ab.

Aussenminister Sergei Lawrow sagte, die Russische Föderation werde nicht am Friedensgipfel teilnehmen, auch nicht im «neutralsten Format». Die Forderung nach der Wiederherstellung der Grenze von 1991 sind seiner Meinung nach nicht akzeptierbare Ultimaten. Ausserdem gab Lawrow bekannt, dass Russland die Aufhebung der Beschränkungen für Mittelstreckenraketen mit Atomsprengköpfen vorbereitet. Als «sein wichtigstes» Ziel nannte er den blockfreien Status der Ukraine. https://t.me/c/1269013410/74908

Auch der Sprecher des Kremls, Dmitri Peskow, wies die Forderung nach Friedensgesprächen zurück. «Derzeit gebe es keine Voraussetzungen für ein Ende des Konflikts in der Ukraine oder einer seiner Phasen, sagte der Pressesprecher des Präsidenten, Dmitri Peskow. „Nein“, antwortete er auf eine Frage von RIA Novosti.» https://t.me/rbc_news/109978

FÜNF VERLIERER DES JAHRES

Das einflussreiche amerikanische Magazin «Politico» hat Putin, den französischen Staatspräsidenten Emmanuel Macron, den deutschen Kanzler Olaf Scholz, den ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orban und den gestürzten syrischen Diktator Assad in die Liste der «Verlierer 2024» aufgenommen.

Zu Putin schreibt «Politico»: Dieses Jahr erwies sich für sein Regime als katastrophal: Die Ukraine wehrte Angriffe erfolgreich ab, eroberte während der Kursk-Operation einen Teil des russischen Territoriums und die Wirtschaft des Landes litt unter Inflation und Arbeitskräftemangel. Darüber hinaus verlor Moskau mit dem Sturz des Regimes von Baschar al-Assad an Einfluss in Syrien. Das Jahr endete für den Kreml-Herrscher mit der Notwendigkeit, sich für den Abschuss eines aserbaidschanischen Passagierflugzeugs zu entschuldigen (ohne eine Schuld einzugestehen). https://www.politico.eu/newsletter/brussels-playbook/2024s-biggest-winners-and-losers/

«EAGLE-S» IST TÄTERSCHIFF

Am 25.Dezember wurde das Untersee-Stromkabel «EstLink2» und einige Telekommunikationsleitungen zwischen Estland und Finnland zerrissen. Dies geschah mit einem über den Meeresboden gezogenen Anker. Dieser Anker gehörte zum Schiff «Eagle-S», welches wiederum Teil der russischen «Schattenflotte» für den illegalen Transport von Öl ist. (Siehe «Ukraine Aktuell» Nr. 1037: https://ukraineaktuell.com/ukraine-aktuell-nr-1037-26-12-24-22uhr/

Die finnische Polizei hat das Schiff festgesetzt und an Bord verschiedene Ausrüstungsgegenstände gefunden, welche die Polizei als «Spionageausrüstung» bezeichnet. https://www.lloydslist.com/LL1151955/Russia-linked-cable-cutting-tanker-seized-by-Finland-was-loaded-with-spying-equipment

Nun fanden die finnischen Behörden ausserdem sehr lange Schleifspuren auf dem Meeresboden, welche zum Zerreissen der Unterseekabel führten und identisch mit der Schiffsroute von «Eagle-S» sind. https://www.bloomberg.com/news/articles/2024-12-29/finland-finds-anchor-drag-marks-left-by-tanker-that-broke-cables

Ältere Beiträge nach Monat

#UKRAINE AKTUELL Nr. 1695 (14.10.2026 /8 Uhr)

• IT-Zentrum der Sber-Bank attackiert
• Grossangriff auf die Region Saratow
• 500 Drohnen flogen Richtung Moskau
• Russland greift Energieanlagen an
• USA gibt keine Geheimdienstdaten
• Eingeschränkte Starlink-Funktionen
• Kellogg empfiehlt Raffinerie-Angriffe
• Rebellion von 12 US-Senatoren

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#UKRAINE AKTUELL Nr. 1683 (2.10.2026 /9 Uhr)

• Russische Gefangene beklagen sich
• «Wir mussten unseren Urin trinken»
• Ansprache an die Gefangenen
• Russische Armee verliert Terrain
• Ukrainische Armee erneuert sich
• Explosionen und Feuer in Russland
• Türkische Schwarzmeer-Gespräche
• Putin: «Waffenstillstand ist lächerlich»
• Kasparov greift Trump-Familie an

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UKRAINE AKTUELL Nr. 1688 (7.10.2026 /8 Uhr)

• Strom Abschaltungen in Kyiv
• Raketen treffen Zivilisten
• Der «Pest-Vorfall» von Irkutsk
• USA warnen vor Irkutsk-Reisen
• Tankerbrand vor Sotschi
• Provokationen gegen Lettland
• Autonomer Kampf der Roboter
• Trump begrüsst US-Mediendeal

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#UKRAINE AKTUELL Nr. 1694 (13.10.2026 /8 Uhr)

• Russland gegen Energiefrieden
• Weisses Haus droht der Ukraine
• USA wollen den Kreml «abmildern»
• 1,9 Mio. Stromanschlüsse hergestellt
• Grosses Sanktionspaket der EU
• Putins Armee zerstört Wohnungen
• Frankreich stoppt Schatten-Tanker
• Yandex Out stoppt Russen-Trolle
• US-Kreml-Propagandisten verlieren
• Solowjow ist ein Mord-Propagandist

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#UKRAINE AKTUELL Nr. 1691 (10.10.2026 /9 Uhr)

• Trump – Putin – Diesel – Deal
• USA importieren Russen-Diesel
• Friedensgespräche abgebrochen
• Zelenskyj: «Zeichen der Schwäche»
• Die versprochene Menge ist klein
• Wirkungsvolle Yandex-Schläge
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• Was die Ukraine besser macht
• Weiterer Ölterminal angegriffen
• 7 Zivilisten in Saporischschja tot

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#UKRAINE AKTUELL Nr. 1686 (5.10.2026 /8 Uhr)

• Bündnis Deutschland – Ukraine
• Demonstration in Moskau
• Verbesserte Drohnenabwehr
• Ukraine nutzt Ballone & Drohnen
• Zwei russische Kampfjets zerstört
• Bilanz der Aktion «Strom aus»
• 8 Tote bei Tubolev-Absturz
• Ausbruch der Pest in Russland
• Pro-EU-Wahlsieg in Lettland

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