UKRAINE AKTUELL Nr. 932 (12.9.24 / 8Uhr)

  • Waffen-Limit: Offiziell ist nichts bekannt
  • Türkei Staatschef für Krim-Rückgabe
  • Ein Mann schoss eine Su-30 ab
  • Putin droht mit Exportstopp für Metalle
  • Rückeroberungen in der Region Kursk

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WAFFEN-LIMIT: NOCH KEIN ENTSCHEID

Noch haben die USA der Ukraine keine Bewilligung für die Nutzung ihrer Mittelstreckenwaffen auf russischem Territorium gegeben, aber es gibt Anzeichen dafür, dass diese Erlaubnis erteilt wird.

Der amerikanische und der britische Aussenminister befinden sich zurzeit für Beratungen mit der ukrainischen Regierung in Kyiv. Die amerikanische Nachrichtenagentur Bloomberg will erfahren haben, dass die Amerikaner von den Ukrainern eine Liste der Ziele wollen, welche mit den Mittelstreckenwaffen angegriffen werden sollen. Die USA würden erst nach dem Vorliegen dieses detaillierten Plans für Angriffe tief in Russland eine Entscheidung zur Aufhebung der Beschränkungen für den Einsatz von weitreichenden Waffen treffen. https://www.bloomberg.com/news/articles/2024-09-11/us-wants-ukraine-to-detail-plan-before-allowing-russia-strikes

Der britische «Guardian» fasst die Situation so zusammen: «US-Aussenminister Antony Blinken deutet an, dass die USA die Beschränkungen für die Ukraine beim Einsatz von Langstreckenwaffen in Russland aufheben werden. In einer Rede in Kiew an der Seite des britischen Außenministers David Lammy sagte Blinken, die USA seien „vom ersten Tag an“ bereit gewesen, ihre Politik anzupassen, wenn sich die Lage auf dem Schlachtfeld in der Ukraine geändert habe. „Wir werden dies auch weiterhin tun“, betonte er. (…) Der Aussenminister erklärte, die in dieser Woche bekannt gewordene Lieferung von ballistischen Raketen durch den Iran an Moskau habe das strategische Denken in London und Washington verändert. Es handele sich um eine „bedeutende und gefährliche Eskalation“, sagte er.» Die beiden Aussenminister würden ihre Chefs, Joe Biden und Keir Starmer – nach ihren Gesprächen in Kyiv Bericht erstatten. Eine Entscheidung sei nicht an diesem Wochenende zu erwarten. Vermutlich, so «The Guardian», werde dieser auch nicht offensiv kommuniziert, um nicht zusätzlich Öl ins Feuer zu giessen. https://www.theguardian.com/world/2024/sep/11/blinken-hints-us-will-lift-restrictions-on-ukraine-using-long-range-arms-in-russia

Auf ukrainischer Seite sind sich die Beobachter sicher, dass die Erlaubnis erteilt wird. In praktisch allen verfügbaren Blogs und Telegramkanälen wird bereits heute geschrieben, welche Folgen der «bereits gefällte Entscheid» haben werde. (Diverse Quellen)

ERDOGAN FÜR KRIM-RÜCKGABE

Der türkische Präsident Recep Erdogan nahm mittels Videobotschaft an der sogenannten «Krim-Plattform» teil. Erdogan sagte zu den Teilnehmern der Konferenz: «Unsere Unterstützung für die territoriale Integrität, Souveränität und Unabhängigkeit der Ukraine bleibt unverändert. Die Rückgabe der Krim an die Ukraine ist ein Gebot des Völkerrechts.» Dies schreibt die türkische Nachrichtenagentur Anadolu Agency.

Die Nachrichtenagentur schreibt weiter: Erdoğan dankte allen, die zur Organisation des Gipfels beigetragen haben, insbesondere dem ukrainischen Präsidenten Volodymyr Zelenskyj und dem nationalen Führer der Krimtataren, Mustafa Crimeanoglu. Er erinnerte daran, dass der diesjährige Gipfel mit dem 80. Jahrestag der Vertreibung des krimtatarischen Volkes zusammenfiel: «Die Annexion der Krim, die die Türkei vom ersten Tag an abgelehnt und nicht anerkannt hat, hat das Leid noch vertieft.»

Erdoğan betonte, dass die Gewährleistung der Sicherheit und des Wohlergehens der Krimtataren, eines der einheimischen Völker der Krim, zu den Prioritäten der türkischen Aussenpolitik gehöre: «Ich möchte noch einmal meine Zufriedenheit mit den rechtlichen Regelungen zum Ausdruck bringen, die die ukrainische Regierung getroffen hat, um die Rechte der Krimtataren zu stärken.» https://www.aa.com.tr/tr/gundem/cumhurbaskani-erdogan-ukraynanin-toprak-butunlugune-verdigimiz-destek-bakidir/3327436

EUROPA FÜR KRIM-RÜCKGABE

Ursula von der Leyen, Präsidentin der Europäischen Kommission, richtete sich mit einer Videobotschaft https://x.com/i/status/1833844284409225508 die Krim-Konferenz und schreibt dazu auf «X»: «Es ist 10 Jahre her, dass Russland seine Aggression gegen die Ukraine begann. Es ist klar: Die Krim und Sewastopol gehören zur Ukraine. Die EU wird immer die territoriale Integrität der Ukraine unterstützen.» https://x.com/vonderleyen/status/1833844284409225508

MINUS 1 RUSSISCHER SU-30 JET

Ein 50 Millionen Dollar teurer russischer Mehrzweckkampfjet vom Typ Su-30SM wurde über dem Schwarzen Meer zwischen Odessa und der besetzten Krim abgeschossen. https://x.com/igorsushko/status/1833971943466488057

Der militärische Geheimdienst / Militärnachrichtendienst der Ukraine (GUR) bestätigte den Abschuss. Die Maschine sei von einem MANPAD abgeschossen worden. MANPAD (Man Portable Air Defense System) bezeichnet ein Boden-Luft-Raketensystem, welche von einer Person bedient wird.

Der Erfolg sei am Mittwochmorgen um 5 Uhr erzielt worden. Die Suchaktionen russischer Truppen nach den Überresten der Maschine seien bisher erfolglos. https://t.me/voynareal/98327

Mit ihrer Meldung widersprach der Geheimdienst den Meldungen, dass es sich beim Abschuss der U-30 Maschine um einen ersten Erfolg einer F-16 Maschine gehandelt habe. https://x.com/The_Real_ITDUDE/status/1833857539248718164

PUTIN ZIEHT DIE METALL-WAFFE

Putin drohte dem Westen mit einer Beschränkung der Uran-, Titan- und Nickelexporte. In einer Videokonferenz mit Kreml-Oligarchen sagte Putin, dass insbesondere die US-amerikanische Flugzeugindustrie und die Atomindustrie auf russisches Titan und Uran angewiesen seien. Mehr als die Hälfte der Titanlegierungen für die globale Flugzeugindustrie würden in Russland hergestellt. (Video-LINK im ABO-Newsletter: https://x.com/i/status/1833905247015870717)

Anton Gerashchenko, Berater des ukrainischen Innenministers, weisst darauf hin, dass der europäische Flugzeughersteller Aerobus im Jahr 2022 zu 60 % auf Importe von russischem Titan angewiesen war. Dies sei der Grund dafür, dass der Import dieser Materialien aus Russland noch nicht vollständig verboten sei. «Allerdings», so schreibt Gerashchenko «profitiert auch Russland von der Lieferung dieser Güter an den Westen, da es damit viel Geld verdient und für die gleichen Mengen nicht so leicht neue Käufer finden wird.» https://x.com/Gerashchenko_en/status/1833905247015870717

PANIK-TRANSPORTE IN RUSSLAND

Auf der Ringstrasse in Moskau waren gestern Morgen eine lange Kolonne von Tanklastwagen zu sehen. Entsprechende Videos (LINK im ABO-Newsletter: https://x.com/i/status/1833818275131642029 )  veröffentlichten russische Militärblogger. Mit den Fahrzeugen würde der Treibsoff aus Ölraffinerien entfernt, welche in der letzten Zeit Ziel von ukrainischen Angriffen waren. Wohin das Material transportiert wurde, ist nicht bekannt.

WAS ZUR KURSK-LAGE BEKANNT IST

Am Dienstagabend schrieben russische Militärblogger, dass die russische Armee eine grosse Gegenoffensive auf der linken Seite der ukrainischen Kursk-Front begonnen hätten. Wenig später hiess es, dass 9 Dörfer und 150 Quadratkilometer wieder unter Kontrolle der Russen seien.

Der ukrainenahen Analysten von «Deep State» berichteten ihrerseits, dass die Russen Panzerfahrzeuge über den Fluss Sejm und über weitere kleine Flüsse verlegen konnten.

Was davon stimmt, ist aktuell schwer einzuschätzen, da es kaum visuelle und GPS-gestützte Informationen gibt.

Einig sind sich russische und ukrainische Militärbeobachter, dass die Russen einen Gegenangriff versuchen. Allerdings scheint es ihnen bisher nicht gelungen zu sein, die Verbindungswege innerhalb des ukrainischen Operationsgebietes zu stören. Da wo dies hätte geschehen können, seien die ukrainischen Truppen in einer starken Stellung. Ausserdem gebe es auch Regionen, in denen die ukrainischen Soldaten weiter Terrain gewinnen, schreibt das US-«Institut for the study of wars» (ISW). https://x.com/anno1540/status/1833811670302433334

Ältere Beiträge nach Monat

#UKRAINE AKTUELL Nr. 1675 (24.9.2026 /8 Uhr)

• Kyiv im Fokus russischer Angriffe
• Mehrere Datenzentren zerstört
• Ukrainische Erfolge an der Front
• Zelenskyj: «Patient Null stoppen»
• Schweizer Offizier lobt Panzer
• Neuer Versuch für Waffenstillstand
• Lawrow: «Keine Pause im Krieg»
• Trump lädt Putin zu G-20 Gipfel ein
• Abkommen Ukraine – Australien

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#UKRAINE AKTUELL Nr. 1695 (14.10.2026 /8 Uhr)

• IT-Zentrum der Sber-Bank attackiert
• Grossangriff auf die Region Saratow
• 500 Drohnen flogen Richtung Moskau
• Russland greift Energieanlagen an
• USA gibt keine Geheimdienstdaten
• Eingeschränkte Starlink-Funktionen
• Kellogg empfiehlt Raffinerie-Angriffe
• Rebellion von 12 US-Senatoren

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#UKRAINE AKTUELL Nr. 1672 (21.9.2026 /8 Uhr)

• Ukraine griff mit eigenen Waffen an
• Moskauer Raffinerie stillgelegt
• Kasparow unterstützt die Ukraine
• Trump möchte Angriffs-Stopp
• US-Demokrat schreibt Trump
• Russische Angriffe auf Zivilisten
• Ukrainische Stahlindustrie kaputt
• Spekulationen über NATO-Angriff
• Putins Partei gewinnt haushoch

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#UKRAINE AKTUELL Nr. 1670 (19.9.2026 /8 Uhr)

• Putin enteignet internationale Firmen
• Herbstschlacht im Donbas erwartet
• AFD baut Achse nach Moskau aus
• Trump erreicht Grönland-Abkommen
• USA verkaufen Verteidigungswaffen
• Nicht neutrale Sicherheitspolitik Berns
• Putin lebt ohne Windows im Keller

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UKRAINE AKTUELL Nr. 1688 (7.10.2026 /8 Uhr)

• Strom Abschaltungen in Kyiv
• Raketen treffen Zivilisten
• Der «Pest-Vorfall» von Irkutsk
• USA warnen vor Irkutsk-Reisen
• Tankerbrand vor Sotschi
• Provokationen gegen Lettland
• Autonomer Kampf der Roboter
• Trump begrüsst US-Mediendeal

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#UKRAINE AKTUELL Nr. 1681 (30.9.2026 /7 Uhr)

• Gründe und Grenzen der Offensive
• Spekulationen über die Südfront
• «Russland zu schwach für Angriff»
• Mehrere Rechenzentren zerstört
• Russische Nachtangriffe auf Kyiv
• Terror-Höhepunkt im November
• 20 Mio $ Kopfgeld auf «Magyar»
• Russlands Mobilisierung im Gang
• Facebook Teilnahme-Empfehlung

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